Gemeindeammänner informieren sich zum Thema Geothermie

Gemeindeammaenner

Der Verein Geothermische Kraftwerke Schweiz, Sektion Aargau (VGKS-AG), hat in Zusammenarbeit mit der Gemeindeammännervereinigung (GAV) zur Informationsveranstaltung «Stromversorgung für Gemeinden mittels Geothermie – Vision oder bald Realität?» eingeladen. 

Aarau | Die Präsidentin der GAV, Renate Gautschy, begrüsste am 18. Januar 2012 die zahlreich erschienen Gemeindevertretungen des Kantons Aargau sowie die vielen Vertreter regionaler Energieversorgungsbetriebe. Anschliessend erläuterte Dr. Daniel Heller, zuständig für die Strategie des VGKS-AG, die Herausforderungen der Schweiz, ausgelöst durch die politische Energiewende im letzten Jahr. Die Vorteile in der Nutzung von Geothermie sieht er vor allem in zwei Punkten: «Geothermie liefert ohne Speicherung nach Bedarf Bandenergie und ist neben Wasserkraft eine der wenigen Energieressourcen, welche einheimisch Strom produzieren kann.» Dr. Mark Eberhard, Präsident des VGKS-AG, zeigte anschliessend das grosse Potenzial der Geothermie im Kanton Aargau auf.

Marco Huwiler erläuterte in seinem Referat den Stand der Arbeiten des Geothermieprojektes in St. Gallen. Nach dem Aufbau der Infrastruktur und dem Bohrplatzbau wird als nächstes die Bohranlage eingerichtet. Bereits im Juni dieses Jahres ist die erste Bohrung geplant. St. Gallen kommt damit in der Schweiz eine Vorreiterrolle bei der Geothermie zu.

Erneuerbare Energiequelle

Als letzter Referent überzeugte Dr. Hans Kaspar Scherrer mit seiner Analyse: «Die Geothermie ist die einzige Energiequelle in der Schweiz, welche das Potenzial besitzt, die Kernenergie zu ersetzen.» Fakt ist, die Stromlücke, welche die Abschaltung der Kernkraftwerke hinterlassen wird, muss mit anderen Energieressourcen gefüllt werden. Die Strombranche steht deshalb vor einem neuen Zeitalter. Im Bereich der Geothermie gibt es noch viel zu tun, deshalb sein Aufruf: «Machen wir uns heute auf den Weg!»