Jugendliche im Suhren- und Ruedertal bald besser betreut

Jugendarbeit_Staffelbach

Die Bedarfsanalyse für ein regionales Jugendarbeitskonzept von elf Gemeinden im Suhren- und Ruedertal wurde erarbeitet und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Staffelbach | Die Jugend einfach sich selbst zu überlassen war gestern. Heute braucht es mehr. Aber was genau? Da gehen die Meinungen doch sehr weit auseinander. Auseinander gehen die Meinungen denn auch wenn es um die Kosten geht. Die beiden für die Bedarfsanalyse verantwortlichen Jugendarbeiter Lukas Vogt und Arsène Perroud stellten anlässlich eines Info-Abends in Staffelbach diese Analyse im Detail vor. Diese Arbeit war sehr intensiv und beigezogen wurden sowohl Erwachsene wie auch die betroffenen Schüler. Mit der Methode «World café» standen vor allem die erwachsenen Vertreter der Gemeinden im Einsatz. Dabei versuchte man die Bedürfnisse und Wünsche zu eruieren. Daraus geleitet wurden bereits erste Erkenntnisse, beispielsweise strukturelle Fragen, der Stellenwert der offenen Jugendarbeit und die Ausrichtung der Jugendarbeit und die Aufnahme der Angebote.

Nach den Erwachsenen waren die Jugendlichen an der Reihe. Auch sie sollten ihre Wünsche darlegen können. Alle konnte man zwar nicht befragen, aber immerhin konnten sich 40 bis 50 SchülerInnen äussern, was ein gutes Bild ergab. An einem Poster mit geografischer Karte konnten sich die Jungen verwirklichen. Dabei versuchte man auch herauszufinden, wo die Jugendlichen heute die Freizeit verbringen. Beliebte Treffpunkte heute sind die Schulhäuser, die Volg-Läden, die Badi, die Vereine, der Bahnhof oder dann ein Treff mit anderen zu Hause.

Die Wünsche der Jungen sind sehr klar. An der Spitze steht ein Jugendhaus oder ein Jugendtreff gefolgt von einer Disco oder Räumlichkeiten für verschiedene Freizeitnutzungen.

Die offene Jugendarbeit soll eine innere Struktur mit drei Standorten erhalten. Der eine ist in Schöftland, die anderen im Bereich oberes Suhrental und der dritte im Ruedertal.

Struktur soll nun folgen

Die Resultate aus den Workshops und den Befragungen sollen nun mithelfen,   die offene Jugendarbeit richtig zu strukturieren und ein tragfähiges Umsetzungskonzept zu erstellen. Eine spezielle Projektgruppe bestehend aus den Vertretungen der Gemeinderäte wird nun ausgearbeitet. Klar ist darin auch eine Betreuung vorgesehen. Gerechnet wird aller Voraussicht nach mit 200 Stellenprozenten, aufgeteilt in drei Arbeitskräften. Bereits Ende Mai soll die Arbeit der Projektgruppe beendet sein, so dass entsprechende Anträge an die Sommergemeindeversammlungen gelangen können. An den Budgetgemeindeversammlungen im Spätherbst sollen dann die finanziellen Anträge folgen. Was passiert wenn sich eine der Gemeinden quer stellt, steht momentan noch in den Sternen.