Knapp 7,5 Millionen für die Kinder

neubau

Die Tage, an denen die Kindergärtler im Container-Provisorium unterrichtet werden müssen, sind gezählt. Für den Stadtteil Rohr ist ein Neubau geplant, der sowohl einen neuen Kindergarten mit drei Abteilungen beinhaltet als auch ein Gebäude für familien- und schulergänzende Tagesstrukturen, genannt Fusta.
Bevor es für Einwohnerrat und Kreisschulrat Buchs-Rohr um die Bewilligung des Baukredits von fast 7,5 Millio­nen Franken geht, gab es vergangenen Montag eine öffentliche Informationsveranstaltung.
Geplant sind insgesamt zwei Gebäude, die nördlich der Turnhalle gebaut werden sollen. In einem eingeschossigen Gebäude wird der Kindergarten mit insgesamt drei Abteilungen Platz finden. Platz der auch gebraucht wird, denn schon seit einiger Zeit werden die Kindergärtler in einem Container-Provisorium unterrichtet. «Der bestehende Kindergarten am Kirchweg ist stark renovationsbedürftig. Darum soll er abgebrochen werden und die Kinder­gartenabteilung im Neubau integriert werden. Zudem soll der Kindergarten Auenhalle ersetzt werden», erklärt Jules Fricker, Kreisschulpfleger Kreisschule Buchs-Rohr an der Informationsveranstaltung.
Das Fusta-Gebäude ist zweistöckig. Im Erdgeschoss wird die Krippe untergebracht und im oberen Stockwerk der Hort. Damit soll auch der Stadtteil Rohr über ein gleichwertiges Angebot für ­familien- und schulergänzende Tagesstrukturen erhalten wie die anderen Aarauer Stadtteile.
Beim Neubau handelt es sich um einen Holzbau. «Er ist zurückhaltend, roh und natürlich gestaltet. Die Farbigkeit überlassen wir den Kindern», erklärt Architektin Aita Flury. Trotzdem wird nicht ganz auf Kunst am Bau verzichtet: Der Künstler Severin Müller fertigt hölzerne Halbreliefs an, die in der Fassade bei den Eingängen integriert werden. Zudem sind vertikale Metallornamente geplant, die dem Gebäude eine Vertikalität verleihen. Der Aussenbereich für Kindergarten und Fusta befindet sich südlich der neuen Gebäude.
7’491’000 Franken beträgt der Bau­kredit, der bewilligt werden soll. Dabei wurde bei der Planung keine Sparmassnahme ausgelassen. «Im Vergleich zu ähnlichen Bauten, befindet sich dieses Bauprojekt in einem guten Rahmen und ist definitiv vertretbar», so Jules Fricker. Eine Sparmassnahme beinhaltet die Entscheidung auf die kontrollierte Lüftung im Kindergarten zu verzichten. Eine Zertifizierung nach Minergie-Eco ist ohne diese Lüftung nicht möglich, auch wenn alle anderen Anforderungen erfüllt werden. Beim Fusta-Gebäude wird nicht auf die Lüftung verzichtet und wird nach Minergie-Eco zertifiziert.

Wer bezahlt? Bezahlen wird in jedem Fall die Stadt Aarau. Dabei spielt es keine Rolle, ob bei der Abstimmung über die neue Kreisschule Aarau-Buchs Ja oder Nein gestimmt wird. Bei einem Ja zur neuen Kreisschule finanziert die Stadt Aarau die Gebäude im Vornherein und ist von Beginn an Eigentümerin. Bei einem Nein zur neuen Kreisschule finanziert die Kreisschule Buchs-Rohr den Kindergarten bis zum Zeitpunkt der Rückführung der Liegenschaften ins Eigentum der Stadt Aarau. Dann werden die Investitionskosten für den Kindergarten in der Ausgleichsabrechnung zwischen Buchs und Aarau eingerechnet.

Wie geht es weiter? Zuerst entscheidet der Aarauer Einwohnerrat am 27. Februar über den Baukredit. Am 2. März auch der Kreisschulrat Buchs-Rohr. Eine Volksabstimmung folgt im September. Läuft alles nach Plan und auch das Baugesuch kommt zustande, wird im 2. Quartal 2018 mit dem Bau begonnen, damit Kindergarten und Fusta für das Schuljahr 19/20 bezugsbereit sind.