Spitex Suhrental Plus wächst und wächst

Es war ein Wagnis, als sich 17 Gemeinden im Rueder-, Suhren- und Uerkental zusammen taten, ihre eigenen Spitexorganisationen auflösten und Spitex Suhrental Plus gründeten. «Ob das auch wirklich funktionieren wird», fragte sich wohl so mancher. Inzwischen konnten allfällige Zweifel ausgeräumt werden. Spitex Suhrental Plus funktioniert vorbildlich und ist heute ein Unternehmen mit 108 Mitarbeitenden. 82 Stimmberechtigte nahmen in der Halle Bächliweg in Unterentfelden an der Generalversammlung teil.

Auch der Unterentfelder Gemeindeammann Heinz Lüscher zeigte sich am Anfang skeptisch, ob ein so grosser «Koloss» auch wirklich funktionieren kann. Inzwischen weiss er: «Es war ein guter Entscheid.» Er hiess die Mitglieder in Unterentfelden willkommen – in jener Turnhalle, wo damals die örtliche Spitex «begraben» wurde. Spitex Suhrental Plus gehören die Gemeinden Muhen, Hirschthal, Kölliken, Safenwil, Uerkheim, Bottenwil, Oberentfelden, Unterentfelden, Attelwil, Kirchleerau, Moosleerau, Reitnau, Schlossrued, Schmiedrued, Schöftland, Staffelbach und Wiliberg an. Die nächste Generalversammlung wird Donnerstag, 24. Mai 2018, in Schöftland stattfinden.

Der Not gehorchend Die Präsidentin von SpitexPlus, Sonja Morgenthaler, wies hin auf den grossen Wandel, welcher in den letzten Jahren im Gesundheitswesen stattfand. Inzwischen betreut die SpitexPlus 450 Klienten, eine grosse Herausforderung für die Pflegefachleute. Der Trend ist steigend. Das Organigramm musste angepasst werden, es wird auch im administrativen Bereich hochprofessionell gearbeitet. Da die Tarife festgelegt sind, kann die Spitex nicht kostendeckend arbeiten. Die Gemeinden übernehmen die Restkosten und die Verantwortlichen sind angehalten, dafür zu sorgen, dass diese nicht aus dem Ruder laufen.
Es kommen stets neue Bereiche dazu, so die ambulante Psychiatrie und neu Palliativ care. Hier wird Spitex Suhrental Plus zum offiziellen palliativen Versorgungszentrum. Bei alledem muss die Spitex ein verlässlicher Partner bleiben. So wird auch der nicht ganz einfachen Personalrekrutierung hohe Priorität zugemessen.

«Wir sind parat – überall für alle!» So pries der Geschäftsführer von Spitex Suhrental Plus, Daniel Weber, die Leistungen der Spitex Schweiz an. «Alle Leistungen, die gefordert werden wollen wir erbringen», versprach er weiter. Damit hebe sich die Spitex Schweiz von privaten Organisationen ab. Auch er erläuterte die Arbeit der Palliativ care. Damit soll Leiden gelindert und ein Sterben in Würde ermöglicht werden. Heute sei das Gesamtangebot wesentlich breiter gefächert als früher, als es die häusliche Krankenpflege und die Hauswirtschaft gab. Die Aufgaben mussten auf mehr Schultern verteilt werden, ein Umzug in grössere Räumlichkeiten wird deshalb unumgänglich.