Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Landanzeiger

22 | Der Landanzeiger Nr. 18 · Donnerstag, 3. Mai 2012 EindrücklicheInszenierungmitBernhartMattersletztenStationen Bernhart Matters Gaunerleben wurde imAargau und speziell in Muhen schon sehr oft und unterschiedlich öffentlich inszeniert. Der Müheler Gauner war bekanntlich der letzte Hingerichtete im Kanton. Trotz seines Gaunertums war Matter allerdings recht beliebt. Diese Liebe wuchs über den Tod hinaus und heute aufersteht er regelmässig. So wer- den in den kommenden Wochen die letzten Stationen von Bernhart Matter dort theatralisch inszeniert, wo sie in Wirklichkeit auch geschehen sind. Die Reise beginnt im Gasthof Bären in Mu- hen, dem Geburtshaus Matters. Dort taucht der Gauner überraschend auf und trifft auf seine Geliebte. Danach geht`s mit dem Car nach Teufenthal in die «Herberge». Dort findet ein Gelage mit Musik und Tanz statt. Der dortige Wirt hat Matter an die Justiz verraten und dieser wird prompt zum letzten Mal verhaftet. Die Carfahrt führt dann ins Gränicher Refenthal, wo Matters Kind in Pflege ist. Eine weitere Station bildet dasAarauer Rathaus, wo Matter seinen letzten Ausbruchversuch unternimmt. Selbstverständlich hält der Car auch bei den Fünf Linden in Lenzburg, der Hin- richtungsstätte Matters. 1854 wurde er hier als Letzter hingerichtet. Zehn Jah- re nach seinem Tod wurde die Strafan- stalt Lenzburg eröffnet, deren Bau auch eine Folge des «Falles Matter» war. Des- halb wird abschliessend auch die Straf- anstalt besucht, ehe die Gäste wieder nach Muhen zurückkehren. Als Autor zeichnet Markus Kirchhofer verant- wortlich, währenddem Mike Zeller Re- gie führt. Monica Roth, Cornelia Flury, Ruedi Schär, Armin Buob, Martin Ar- nold, Reiseführer Heiner Halder sowie einige Statisten wirken bei den ver- schiedenen Stationen mit. Die Idee entstammt derArbeitsgruppe Bernhart- Matter-Theater unter der Leitung von Elisabeth Hunziker. Die Premiere er- folgt an diesem Samstag. Noch einige Plätze sind frei Diese Carfahrt ist sehenswert und sehr unterhaltsam. An folgenden Auffüh- rungstagen sind noch Plätze frei: Sams- tag, 5. Mai (Premiere); Sonntag, 6. Mai; Sonntag, 20. Mai; Sonntag, 3. Juni; Samstag, 9. Juni; Samstag, 16. Juni und Sonntag, 17. Juni (Dernière).An Sams- tagen beginnt der Anlass jeweils um 14.30 Uhr, an Sonntagen ab 13.30 Uhr. Dauer: ca. 6 Stunden. Im Ticketpreis von Fr. 95.– ist die Carfahrt und das Essen enthalten. Tickets gibt`s unter der Nummer 078 925 18 04 zwischen Montag und Freitag, 9.30 – 18.00 Uhr. Wegen des Eintritts in die Justizvoll- zugsanstalt Lenzburg ist die Identitäts- karte mitzubringen. Text/Fotos: Markus Schenk Oben: 1. Szene im «Bären», wo plötzlich Bernhart Matter (unten links) auftaucht. Zum letzten Gelage (unten rechts) in der Herberge,Teufenthal gehörte auch ein Tänzchen (oben rechts) Links: Matter wird in der «Herberge» gefasst. Mitte Verhör im «Herberge»-Keller. Rechts Bernhart Matter gefesselt. Er kam nicht mehr frei und wurde letztlich in Lenzburg hingerichtet. AufdemBuessbergistdieRuhe amschönsten Zum Internationalen Tag gegen Lärm vom 25. April 2012 hat das Departe- ment Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) in einem Foto-Wettbewerb die schöns- te Ruhe-Insel im Kanton Aargau ge- sucht. Unter den eingesandten Fotos ist der Buessberg bei Wettingen als schöns- te Ruhe-Insel im Aargau gewählt wor- den. Auf einer Schaukel am Waldrand die Aussicht über die sanften Hügel der Lägeren geniessen: So sieht die schöns- te Ruhe-Insel imAargau aus. Eine Fach- jury prämierte unter 33 eingesandten Fotos das Bild von Claudia Schwarz- maier. Weitere Preise erhielten Simona Trösch für ihr Foto, das eine ruhige Morgen- stimmung im Suhrental bei Reitnau zeigt, sowie Zora Nyfenegger für das Bild mit einem einsamen Boot auf dem Hallwilersee. Reitnau ist die zweitschönste Ruhe-Insel des Aargaus DenschönstenTagimLeben fotografisch professionellfesthalten Lenzburg | Gemeinsam organisierten Profot und Canon Schweiz kürzlich ei- nen Foto-Workshop auf Schloss Lenz- burg. Die beiden Firmen organisieren pro Jahr rund 20 solche Anlässe zu ver- schiedenen Themen. Dabei sollte bei dieser Gelegenheit auch auf ihre Pro- dukte aufmerksam gemacht werden. Die Workshop-Teilnehmer konnten die neusten Geräte besichtigen und erhiel- ten überdies aktuelle Informationen. So beispielsweise über die neue Canon EOS 1-DX oder die EOS 5 D Mark III. Noch mehr Informationen gab’s danach vom Berufsfotografen Philippe Wiget aus Zürich. Er vermittelte Tipps, Tricks und Inspirationen rund ums Thema Hochzeit. In Theorie und Praxis erläu- terte er die diversen Situationen und trat auch auf die leider immer wieder kommenden Fauxpas hin. Beipielsweise wenn ein Fotograf die Hochzeitsgesell- schaft stundenlang hin und her schiebt, um gestellte Bilder herzustellen. Oder wenn sich der Fotograf selbst in den Mittelpunkt stellt. Leider sind das nicht An einer Hochzeit sind mehr als 08.15-Fotos erwünscht. Auf Schloss Lenzburg lernten die Fotografen an einem Workshop einiges dazu Fotos:MarkusSchenk Foto:SimonaTrösch selten gesehene Fehltritte. Philippe Wi- get zeigte auch auf, wie man ein Braut- paar sehr kunstvoll darstellen kann (Bild oben). 90 Prozent seiner Bilder von Hochzeiten seien nicht gestellt, hält der Berufsfotograf fest. Nach der Theorie ging der Workshop in die Praxis über. Die Profimodels Rebec- ca, Kledi und Anastasya von den Nadja Kohler Models in Aarau standen den Fotografen sehr professionell gegen- über, so dass es zu guten Bildern kom- men musste. Dieser Workshop zeigte einmal mehr auf, dass die Hochzeits- fotografie keine 08.15-Übung ist. Schliesslich können solche Anlässe nicht wiederholt werden. MS

Pages