
Nr. 18 · Donnerstag, 3. Mai 2012 Der Landanzeiger | 37 Bauernregel einmal anders... «Wollen Ochs und Kühe rennen, wird der ganze Stall wohl brennen. » Witziges « Stolz sitzt der frisch ernannte Abteilungsleiter in seinem neu eingerichteten Büro. Als ein junger Mann sein Büro betritt, greift er zum Telefon: «Aber ja Herr Direktor, wirklich ein reizender Abend gestern bei Ihnen Herr Direktor, aber ja, bis dann». Er hängt wieder ein, wendet sich an den Besucher: «Was kann ich für Sie tun?» «Das hat sich erledigt. Ich wollte nur das Telefon anschliessen!» » Sudoku Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem «3x3»-Quadrat alle Ziffern von 1 bis 9 stehen! 3 8 9 2 5 4 6 8 8 5 1 2 7 7 4 2 3 1 1 7 9 7 4 5 2 3 1 1 6 5 4 6 8 5 7 5 4 6 1 5 1 9 1 1 7 3 7 3 8 5 9 7 3 2 3 8 9 2 6 2 3 9 6 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Klasse Gesichts- maske Obamas Hund Fein- gefühl CH-Fluss ehem. 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Se- gelschiff Aargauer Ort TIEFBAUTEN S G E P K T O R S C H WA MM I R A K I R MA A L P U E B E L U A E U R I N N A R E C D B A R A T N N W B S Z A P C A S S S E N F S P A R I N E S I F A M A G I D O L U S A E L F G L A S E R P R A E MI E S A C Lösung des letzten Rätsels 5 1 2 4 7 8 ©dtp dino©dtp dino Kreuzworträtselspass der Woche Lösungswort der letzten Woche: TIEFBAUTEN DerFallPicasso Ein Wachtmeister Glutz Roman von Peter Voellmy 21. Teil ...Fortsetzung im nächsten Landanzeiger Buchtipp Der Fall Picasso erschien in Buchform. Dieses Buch kann in allen Aarauer Buchhandlungen gekauft werden. Der Autor Peter Voellmy steht ausserdem für Lesungen und Konzerte gerne zur Verfügung. Kontakt unter: www.petervoellmy.ch «Alle!» «Sie werden sich gegenseitig in den Himmel bieten.» «Wenn du meinst?» Peter schaute seine Geschäftspartnerin noch einmal an. «Gloria. Gibt es etwas, das du mir verschweigst? Dieser Picasso ist aus einem unbekannten Familienbesitz aufge- taucht und seine Echtheit ist unbestritten. Du hast das Gemälde gefunden und gekauft. Es gehört uns. Willst du mir nicht sagen, von wem du es gekauft hast?» «Kann ich leider nicht. Ich habe es dem Mann verspro- chen. Das ist mein kleines Geschäftsgeheimnis.Aber freue dich doch darüber, dass ich den Gewinn mit dir teile. Ich hätte das Werk auch privat anbieten können.» «Ist gut. Alles in Ordnung. Die Auktion macht mich ner- vös. Aber ich will unter keinen Umständen, dass noch an- dere Picassos auftauchen. Um keinen Preis! Es geht um unseren guten Ruf, unsere Reputation, unsere Zukunft.» «Ich habe dir doch gesagt, dass es keine weiteren Werke gibt. Kein einziges. Jedenfalls nicht aus meiner Quelle.» «Ich glaube dir. Ich muss noch einmal unsere ganzeAuk- tion durchgehen und mir die Einzelheiten einprägen. Du weisst ja, wir versteigern nicht nur den Picasso.Auf später.» Gloria schaute ihrem Geschäftspartner nach. Er wirkte elegant in seinem makellosen Anzug und sein langes Haar trug erste Silberstreifen. Er lebte für die Kunst und sie würde ihn nicht enttäuschen. Das Handy klingelte. «Madame, ich bin es.» Sie wendete sich blitzschnell ab und suchte eine ruhige Ecke. «Wo steckst du denn, mein Junge?» «Ich bin in Winterthur.» Er erzählte Gloria kurz und bündig die ganze Geschichte. «Ich bin am Haus vorbeigelaufen. Am Briefkasten steht »Elmar von Bero“. «Das muss unser Mann sein. Der bekannte Porträtmaler. Er ist der Fälscher. Du stehst kurz vor dem Ziel deinerAuf- gabe. Befrage ihn und dann machst du kurzen Prozess. Wie bei Frau Baumberger. Aber zuerst soll er dir sagen, ob es noch weitere Picassos gibt.» «Verstanden, Madame. Er kommt aus dem Haus. Er trägt einen Koffer. Ich verfolge ihn.» «Viel Glück.» Sie hängte auf. Jon wartete einen Moment. Dann folgte er dem Wagen. 25. Kapitel Die Fahrt zurück nach Aarau verlief gemütlich. Markus schlummerte auf dem Rücksitz. Eva steuerte den Wagen souverändurchdenVerkehr.SieliessenSäuberliaussteigen. tens einmal in hundert Jahren ausgestellt. Der vorherige Besitzer war einAmerikaner von unglaublichem Reichtum. Ein Kunstkenner ersten Ranges. Er liess Phil Graigner sei- nen Hund malen und wenn ich den Namen Phil Graigner erwähne, dann werden Sie als Kunstkenner sicherlich zu- sammenzucken. Richtig, er ist einer der berühmtesten Tiermaler aller Zeiten. Hier ist das Gemälde. Phil spielte tagelang mit dem Tier, er machte Hunderte von Skizzen und schliesslich wählte er diese Situation. Sehen Sie, wie dynamisch sich das Tier bewegt? Und dazu dieser windz- erzauste Baum im Hintergrund, der die Landschaft meis- terlich prägt... aber ich brauche ihreAufmerksamkeit nicht auf Dinge zu lenken, die sie als Kunstkenner natürlich bereits längst bemerkt haben. Es bietet sich Ihnen jetzt die Gelegenheit, eines der bedeutendsten Gemälde der Mo- derne zu erwerben.» Mit solchen Reden konnte er das Publikum anheizen und damit erzielte er an seinen Auktionen Höchstpreise. Dass Phil Graigner kein bekannter Maler war, dass es keine Skiz- zen gab und dass das Bild nicht aus Amerika stammte, in- teressierte niemanden. Schon bald hatte Wälterlin auch fremde Mandate über- nommen und Gemälde in Kommission verkauft. Jeder wollte seine Bilder bei ihm zur Versteigerung geben. Er erzielte Höchstpreise. Und dann lief ihm Gloria Damien über den Weg. Sie war für den Kunststudenten der Schlüs- sel zum weiteren Aufstieg in der Gesellschaft. Gloria war einige Jahre älter als er. Sie hatte ihr Kunst- studium abgeschlossen und war mit einem bekannten Ar- chitekten verheiratet. Mit ihm jettete sie um die Welt, fand Eingang zu allen High – Society Veranstaltungen und ge- noss die Aufmerksamkeit, die man ihr als Gattin des be- rühmten Mannes entgegenbrachte. Aber das Eheglück zerbrach. Ihr Mann verliess sie. Was blieb, war ein Kind und lauter unaufgeräumte Geschichten. Aber sie liess sich nicht besiegen. Sie begegnete Peter Wälterlin und die beiden wurden ein Team. Sie entwickel- ten Strategien und Ausstellungen. Die Auktionen wurden immer erfolgreicher und die Firma Damien und Wälterlin war bald eine der markanten Grössen im globalen Kunst- betrieb. Sammler, Kuratoren und Gönner sassen bei jeder Auktion in den vordersten Reihen. «Ich freue mich auf die Auktion», lächelte sie. «Es wird ganz heiss zu und hergehen. Und du wirst den Preis wie üblich in die höchsten Höhen treiben.» «Ich werde tun, was ich kann», lachte Peter. «Locker und verspielt und immer höher und höher. Und mit den Prozenten gönnen wir uns eine Jacht im Mittel- meer.» «Was meinst du mit einer Jacht? Wir könnten mit dem Geld fünfzehn Jachten kaufen! Ich will den Weltrekord. Hast du alle Sammler an der Angel?» Viele seiner Freunde malten, spielten Instrumente und eroberten sich mit theatralischen Performances die Bühne. Er traute sich nichts zu. Aber er hatte eine Fähigkeit, die anderen offensichtlich fehlte. Er konnte Menschen begeistern und sie dazu bringen, Kunst zu kaufen. Dazu entwickelte er themenzentrierte Ausstel- lungen und zeigte in kleinen Räumen die verschiedensten Künstler. Alle hatten ein Thema gewählt. Zum Beispiel: Wind, Haustier, Vollmond oder Weihnachten. Er machte jede Vernissage zu einem gesellschaftlichen Ereignis ersten Ranges. Die Leute stritten sich um seine Aufmerksamkeit und schon bald war der Name Wälterlin die ersteAdresse im Kunsthandel. Er zeigte Kunst, die sich verkaufen liess. «Ich weiss, was ein guter Kunsthändler braucht», sagte er seinen Freunden. «GutesAussehen, vollendetesAuftre- ten, fliessende Redeweise, die besten Manieren und gren- zenlose Dreistigkeit.» Bald galt er auch als Kunstkenner, obwohl seine Besuche an der Universität immer seltener wurden. Die Praxis war ihm lieber als das Studium längst vergangener Kulturen. Er mochte Bilder, die sich auch verkauften. «Bilder, die eine Geschichte erzählen, verkaufen sich am besten. Schafe und Rinder machen Ärger, aber Schweine verkaufen sich gut. Eine Kuh oder noch besser viele Kühe kommen bestens an. Nur Hunde sind noch besser. Einen Hund kann ich immer verkaufen.» Wälterlin lächelte über seine Verkaufsgespräche. Er merk- te schnell, dass sich mehrere Leute für das gleiche Bild interessierten, und machte erste Auktionen. Dies nur im kleinen Rahmen. Der Preis wurde des Öfteren in ungeahn- te Höhen getrieben. Und Peter Wälterlin war der Verkäufer und lachender Dritter, denn er hatte es sich zurAngewohn- heit gemacht, viele Bilder zuerst selber zu kaufen. Seine Gewinne stiegen gewaltig. Seine Zungenfertigkeit wurde in weiten Kreisen gerühmt. «Meine Damen und Herren. Ein solches Bild wird höchs- Secondhand&Neuware fürdenFreizeitbereich! HOLIDAY pointCamping-Ausstellung! GenevièveMaglio+Team freuensichaufIhrenBesuch Zuvermieten Abstellplätze fürWohnmobile undWohnwagen 16082 Industriering1000 5742Kölliken Tel.0627383090 www.holidaypoint.ch