Bodenständiger Trienger Fasnachtsumzug

Wir nehmen es vorab: es war einmal mehr ein würdiger und sehr schöner Fasnachtsumzug, der sich am Güdisdienstag durch Triengen schlängelte. Er hatte diesmal eindeutig die Handschrift vom Lande. Zahlreiche aktuelle Themen wurden auf originelle Weise präsentiert. So etwa die Landfrauenchuchi von SRF, bei der die Kulmerauerin Rita Kaufmann erfolgreich war. Eine urchige Note brachten die Sujets Älpler Chilbi und Wellnauer Chilbi nach Triengen. Imposant war auch der Wagen der Country Rancher, die ebenfalls eine ländliche Note ins Spiel brachten. Themen waren aber auch das unbrauchbare Samsung Handy oder der grösste Wagen mit einem Windrad und einem AKW und der passenden Bemerkung, dass man sich um die Stromproduktion streitet, aber niemand Strom sparen will. 32 Sujets umfasste der diesjährige farbenfrohe Umzug, der einmal mehr von zahlreichen Guggen und natürlich den Zünften und deren Wagen begleitet wurde. Stark präsent waren die Nachbargemeinden. Die sehr zahlreich aufmarschierten Zuschauer profitierten von Wetterglück, denn Petrus betätigte zumindest während dieses kunterbunten Umzuges den Wasserhahn nicht. Die Trienger Fasnacht lebt, das hat sie am Dienstag deutlich bewiesen. Noch ein Wort zu den Guggenmusiken: Nehmt euch ein Beispiel an den Lätguggern aus Winikon. Diese Guggenmusik aus der nahen Region liess es sich nicht nehmen, mit ihren urchigen «Grinden» aufzutreten. Ein Kompliment gebührt auch den Eltern, die ihre Kinder sehr ideenreich einkleideten. Manches dieser Kinder ergatterte sich in der Folge ein «Täfeli» oder eine Orange und der Tag war gerettet!