25’000 Fahrzeuge pro Tag: Verkehr wird über Ersatzbrücke umgeleitet
Täglich fast 25’000 Fahrzeuge, dazu eine Gasleitung und ein Gewässer: Der Ersatz der Brücke auf der Suhrentalstrasse ist komplex. Ab Herbst starten die Bauarbeiten – mit dem Ziel, den Verkehr möglichst wenig auszubremsen.

Auf der Suhrentalstrasse zwischen Oberentfelden und Muhen ist Bewegung sichtbar: Bäume und Büsche wurden gerodet, der Boden teilweise aufgeschüttet. Hintergrund ist der geplante Ersatz der Brücke über die Suhre, die aus dem Jahr 1965 stammt. Sie befin-det sich beim Müheler Sportschützen-Schiessstand und grenzt an den Entfelder Golfplatz.
Der Neubau ist anspruchsvoll. Täglich passieren rund 24’800 Fahrzeuge diesen Abschnitt. Zudem verläuft an der Brücke eine Erdgasleitung, die zunächst verlegt werden muss. Künftig soll sie unterirdisch durch die Suhre geführt werden.
Dafür ist ein offener Graben nötig, der Fluss wird zuvor abgefischt und die Baugrube mit Spundwänden gesichert. Arbeiten im Gewässer sind nur ausserhalb der Fischschonzeit vom 1. November bis zum 30. Juni möglich.
Laut kantonaler Abteilung Tiefbau sind die Rodungsarbeiten grösstenteils abgeschlossen, auch die Montage des provisorischen Ballfangzauns. Weitere Vorbereitungsarbeiten dürften bis Ende September oder Anfang Oktober dauern.
UnumgänglicheEinschränkungen
Da die bestehende Brücke komplett ersetzt wird, entsteht während der Bauzeit eine Hilfsbrücke. Diese soll ab November 2026 gebaut werden, ab Februar 2027 wird der Verkehr darüber geführt. Die neue Brücke dürfte im Frühling 2028 fertig sein.
Der Kanton betont, dass der Verkehr «in keiner Bauphase zu stark beeinträchtigt werden» soll. Einschränkungen sind dennoch spürbar: Engere Verkehrsführungen bremsen den Verkehr, insbesondere Lastwagen. Auf der Umfahrungsbrücke gilt zudem Tempo 60.
Neben dem Verkehr stellt auch die Sicherheit hohe Anforderungen – für Arbeitende wie auch für Verkehrsteilnehmende. Hinzu kommen strenge Umweltauflagen wegen der Lage über der Suhre.
Die Kosten für das Projekt wurden ursprünglich auf 5,15 Millionen Franken geschätzt. Den Zuschlag erhielt die Cellere Bau AG mit einem Angebot von 3,5 Millionen Franken.Laura Koller/RAN