37 Grad: Reitnau mit Bergrenn-Fieber

Die Rekordtemperaturen sorgten am Bergrennen Reitnau für weniger Zuschauer als in den Vorjahren. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Fahrer, Helfer und Fans trotzten der Hitze – und erlebten einmal mehr den besonderen Spirit des traditionsreichen Rennens.

Jeder Quadratmeter Schatten war Gold wert. Vor allem in der Startreihe suchten Fahrer und Teams Schutz vor der Rekordhitze.

Jeder Quadratmeter Schatten war Gold wert. Vor allem in der Startreihe suchten Fahrer und Teams Schutz vor der Rekordhitze.

Robin Faustini aus Suhr liess sich auch von der Rekordhitze nicht bremsen und sicherte sich am Bergrennen Reitnau mit seinem Nova NP 01-2 Honda Turbo erneut den Tagessieg.

Robin Faustini aus Suhr liess sich auch von der Rekordhitze nicht bremsen und sicherte sich am Bergrennen Reitnau mit seinem Nova NP 01-2 Honda Turbo erneut den Tagessieg.

Gegen die Rekordhitze half auch eine Spezialdusche, die den Zuschauern für eine erfrischende Abkühlung zur Verfügung stand.

Gegen die Rekordhitze half auch eine Spezialdusche, die den Zuschauern für eine erfrischende Abkühlung zur Verfügung stand.

Die Hitze lud zwar zum Baden ein, doch Hannes Roth setzte lieber auf Geschwindigkeit – mit seiner legendären «schnellsten Badewanne der Welt».Bilder: Jil Lüscher

Die Hitze lud zwar zum Baden ein, doch Hannes Roth setzte lieber auf Geschwindigkeit – mit seiner legendären «schnellsten Badewanne der Welt».Bilder: Jil Lüscher

Mit viel Herzblut engagieren sich Alain Martin, Marc Buchser und Roger Lehner (von links) im Vorstand des Vereins Bergrennen Reitnau und organisieren den Traditionsanlass bereits zum dritten Mal gemeinsam.Bild: Remo Conoci

Mit viel Herzblut engagieren sich Alain Martin, Marc Buchser und Roger Lehner (von links) im Vorstand des Vereins Bergrennen Reitnau und organisieren den Traditionsanlass bereits zum dritten Mal gemeinsam.Bild: Remo Conoci

Auf den Mindset kommt es an: Während die Fahrer des Rennclubs Untertoggenburg im Schatten auf den nächsten Einsatz warten, geht jeder anders mit der Rekordhitze um.

Auf den Mindset kommt es an: Während die Fahrer des Rennclubs Untertoggenburg im Schatten auf den nächsten Einsatz warten, geht jeder anders mit der Rekordhitze um.

Bei Temperaturen von bis zu 37 Grad brauchten die Reifen ohnehin kaum zusätzliches Wärmen.

Bei Temperaturen von bis zu 37 Grad brauchten die Reifen ohnehin kaum zusätzliches Wärmen.

Schatten war Mangelware – da musste ein Fächer als Klimaanlage für den Streckenposten herhalten.

Schatten war Mangelware – da musste ein Fächer als Klimaanlage für den Streckenposten herhalten.

Reifenpräparator Martin Bächler kümmert sich um die nötige Sicherheit.

Reifenpräparator Martin Bächler kümmert sich um die nötige Sicherheit.

Die Rekordhitze mit Temperaturen von bis zu 37 Grad machte sich auch entlang der Strecke bemerkbar: Trotz bester Rennstimmung verfolgten deutlich weniger Zuschauer als in den Vorjahren das Bergrennen Reitnau.Bild: Roland Schmid

Die Rekordhitze mit Temperaturen von bis zu 37 Grad machte sich auch entlang der Strecke bemerkbar: Trotz bester Rennstimmung verfolgten deutlich weniger Zuschauer als in den Vorjahren das Bergrennen Reitnau.Bild: Roland Schmid

Die extreme Hitze prägte die 57. Austragung des Bergrennens Reitnau. Statt des erhofften Gewitters stiegen die Temperaturen am Sonntag auf bis zu 37 Grad. Das machte sich auch bei den Zuschauerzahlen bemerkbar: Im Vergleich zum Vorjahr wurden weniger Eintritte verzeichnet. Genaue Zahlen lagen am Sonntagabend noch nicht vor.

Den Fahrerinnen und Fahrern verlangten die Bedingungen alles ab. Konzentration und Material litten unter der Hitze, die Reifen verloren an Haftung. Zu einem spektakulären Unfall kam es, als Christian Balmer aus Wilderswil mit seinem Formula-2-Rennwagen verunfallte. Er blieb unverletzt. Ansonsten verlief der Anlass weitgehend unfallfrei. Die Ambulanz rückte lediglich wegen eines medizinischen Notfalls im Publikum aus.

Ein Dorf lebt den Motorsport

Trotz der hohen Temperaturen blieb die besondere Atmosphäre erhalten. Besucher lobten die Nähe zu den Teams und das einzigartige Ambiente. «Rennsport unplugged – dass es so etwas heute noch gibt», schwärmte ein Gast. Auch OK-Präsident Jürg Gasser zeigte sich zufrieden. Um die Fahrer zu unterstützen, verteilte das OK 360 Flaschen Wasser an die Streckenposten, die diese auf der Rückfahrt vom Ziel an die Piloten weitergaben.

Für viele Fahrer zählt Reitnau zu den Höhepunkten der Saison. «Das Bergrennen hier ist super, eine abwechslungsreiche Strecke mit richtig geilen Kurven», sagte der Berner Urs Tschanz, der seit den 1980er-Jahren in Reitnau startet.

Sportlich setzte sich wenig überraschend erneut Robin Faustini aus Suhr durch. Mit seinem Nova NP 01-2 Honda Turbo sicherte er sich einmal mehr den Tagessieg und bestätigte seine derzeitige Dominanz am Berg. Jil Lüscher/LA