55-Jahr-«Bühnenjubiläum» von Fritz Bär überstrahlte alle Probleme
Die Kirchgemeinde Rued hat mit finanziellen und personellen Problemen zu kämpfen. Nach dem Rücktritt von Kirchenpflegepräsident Beat Gautschi und dem Kirchenpflegemitglied Walter Fasler ist die Kirchenpflege unterbesetzt. Dafür konnte Fritz Bär geehrt werden. Er ist seit 55 Jahren Organist der Talkirche Rued.

Nach dem sonntäglichen Gottesdienst am vergangenen Sonntagmorgen, den Fritz Bär mit virtuosen Klängen auf der Orgel jubelnd begleitete, fand die Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindehaus in Schlossrued statt. Dem übervollen Geschenketisch konnte entnommen werden, dass personell einiges gelaufen sein musste.
Kirchenpflegepräsident Beat Gautschi begrüsste, liess den Stimmenzähler wählen und das Protokoll gutheissen. Nicole Graber erläuterte die Jahresrechnung, die eigentlich dank höheren Steuereinnahmen als erwartet positiv abschliessen würde. Da aber aufgrund des guten Vorjahresergebnisses der Finanzausgleich bedeutend geringer ausfiel, mussten eine Entnahme aus den gespendeten Fördergeldern und aus dem Legat Bolliger vorgenommen werden.
Monika Hugentobler informierte über den Zeitplan der Kirchen-Innenrenovation. Voraussichtlich starten die Arbeiten am 7. August mit Abdeckarbeiten, so dass der Maler am 10. August starten kann. Melina Berchtold fasste zusammen, was die Umfrage ergeben hat. 45 Rückmeldungen konnten ausgewertet werden. Kernaussage: Der Gottesdienst wird weiterhin am Sonntagmorgen stattfinden, und für die Zusammenarbeit mit den benachbarten Kirchgemeinden sind die Ruedertaler offen. Pfarrerin Nadine Hassler Bütschi gab die nächsten Aktivitäten bekannt, die eine äusserst aktive Kirchgemeinde dokumentieren.
Rücktritte und Jubiläum
Der Präsident der Kirchenpflege, Beat Gautschi, gab seinen Rücktritt per August bekannt. Er hat während sechs Jahren die Kirchenpflege präsidiert. Ebenso ist Walter Fasler zurückgetreten. Er war früher bereits Mitglied der Kirchenpflege und sprang auch wieder ein, als «Not am Mann» war. Ihre Verdienste wurden mit Blumen und Geschenkgutscheinen gewürdigt.
Erfreulich ist, dass der Organist Fritz Bär, trotz seiner inzwischen 55-jährigen Tätigkeit, nicht zurücktritt. Seine Finger seien noch so flink wie eh und je, was er im vorausgegangenen Gottesdienst eindrücklich bestätigt hatte. Die kräftigen Ovationen des Publikums galten ihm. Das Ehepaar Bär korrigiert ausserdem gemeinsam seit Jahren das «Chilefänschter» und stellte fest, dass die Sekretärin Sandra Sauerländer so gute Arbeit leiste, dass sie vielleicht bald arbeitslos werden.
Frieda Steffen