Aarau im Rennen um den Titel

Die Aargauer Kantonshauptstadt empfing am 17. März die Jury-Delegation des Vereins Kulturhauptstadt Schweiz. Der Besuch ist ein entscheidender Schritt im Wettbewerb um den nationalen Kulturtitel.

Wer wird «Kulturhauptstadt Schweiz 2030»? Diese Frage beschäftigt derzeit vier Städte – mittendrin: Aarau. Noch im März reist eine Delegation der Jury in die Bewerberstädte, um sich vor Ort ein vertieftes Bild zu machen.

Aarau im direkten Vergleich

Am 17. März startete die Jury in Aarau, Thun wird am 20. März, Bellinzona am 25. März und Lugano mit Mendrisio und Locarno am 26. März besucht. Die Jury-Delegation ist jeweils während eines Tages bei den Kandidierenden. Ziel ist es, Motivation, Zielsetzungen und Potenzial der Bewerbungen genauer zu prüfen.

In Aarau wurden mehrere zentrale Orte und Institutionen besichtigt, die im Falle einer Ernennung eine wichtige Rolle spielen könnten. Dabei geht es weniger um fertige Programme als um das kulturelle Fundament der Stadt: Welche Infrastruktur ist vorhanden? Wo liegen die Stärken? Und welches Entwicklungspotenzial bringt Aarau mit?

Mehr als ein Veranstaltungsjahr

Das Konzept der «Kulturhauptstadt Schweiz» setzt nicht nur auf einzelne Grossanlässe. Vielmehr soll der Titel nachhaltige Impulse auslösen. Gefragt sind langfristige kulturelle Entwicklungen, neue Kooperationen und eine breite Einbindung der Bevölkerung.

Ein zentrales Kriterium ist die kulturelle Teilhabe. Aarau musste aufzeigen, wie Kulturschaffende, Institutionen und die Bevölkerung möglichst inklusiv in das Projekt eingebunden werden. Ebenso prüfte die Jury Fragen zur finanziellen Absicherung und zur geplanten Organisationsstruktur.

Entscheid im Juni

Die Delegation führt Gespräche mit Behörden und Projektverantwortlichen, klärt offene Fragen aus den Bewerbungsunterlagen und fasst ihre Eindrücke in einem Bericht zusammen. Dieser dient der Gesamtjury als Grundlage für die finalen Beratungen Anfang Juni.PD/RAN