Aarau und Buchs liegen sich in den Haaren
Die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) könnte bereits per Ende Juli aufgelöst werden. Aarau und Buchs haben beim Kanton ein entsprechendes Gesuch eingereicht. Grund sind anhaltende Führungsprobleme und unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft der Schule, wie es in den Medienmitteilungen heisst.

Die Kreisschule Aarau-Buchs steht möglicherweise vor ihrer Auflösung. Wie die Stadt Aarau und die Gemeinde Buchs am Donnerstag mitteilten, haben beide Gemeinden beim Kanton ein Gesuch eingereicht, den Gemeindeverband per 31. Juli 2026 aufzulösen. Über den Antrag entscheidet der Regierungsrat. Hintergrund sind langjährige Schwierigkeiten in der Führung der Kreisschule. Die Instabilität in den Führungsstrukturen habe in den vergangenen Monaten weiter zugenommen und belaste den Schulbetrieb zunehmend, schreiben die Behörden. Sowohl der Stadtrat Aarau als auch der Gemeinderat Buchs bezeichnen die Auflösung als weitreichenden Schritt. Dennoch halten sie ihn für notwendig, um der aktuellen Situation zu begegnen. Der Aarauer Stadtrat spricht von einem «anspruchsvollen, aber notwendigen Vorgehen», um die Führungskrise zu bewältigen.
«Im Zentrum dieser Entscheidung stehen das Wohl der Schülerinnen und Schüler sowie die Bedürfnisse der Lehrpersonen und Mitarbeitenden nach Klarheit und stabiler Führung», hält der Gemeinderat Buchs fest.
Schulen würden separat geführt
Sollte der Regierungsrat dem Gesuch an seiner Sitzung vom 1. Juli zustimmen, würden die Schulen künftig wieder getrennt als «Schule Aarau» beziehungsweise «Schule Buchs» geführt. Dieses Modell entspreche der in der Region üblichen Praxis und ermögliche es den Schulen, sich wieder stärker auf ihre pädagogischen Aufgaben zu konzentrieren. Für Schülerinnen und Schüler hätte die Auflösung vorerst kaum sichtbare Auswirkungen. Der Unterricht soll auch im Schuljahr 2026/27 an den bisherigen Standorten stattfinden. Ebenso ist vorgesehen, die bestehenden Anstellungen und Pensen der Mitarbeitenden weiterzuführen.
Noch zu regeln sind zahlreiche rechtliche, organisatorische und personelle Fragen. Daran arbeiten derzeit die Taskforce der Kreisschule, die Behörden von Aarau und Buchs sowie die zuständigen kantonalen Stellen. Ziel sei es, rasch Klarheit über die künftige Organisation der Schule zu schaffen und einen geordneten Schulbetrieb sicherzustellen. Mit dem Gesuch steuert die seit Jahren von Diskussionen und Führungswechseln geprägte Kreisschule auf einen möglichen Schlusspunkt zu. Die definitive Entscheidung liegt nun beim Regierungsrat. RAN