Aarau will seine Leistungen klarer messen

Die Stadt Aarau überarbeitet die Ziele und Kennzahlen ihrer Verwaltung. In einer zweiten Runde geht es um städtische Liegenschaften, das KUK, den Sport und die Pflegeheime. Die neuen Vorgaben sollen ab dem Budget 2028 gelten.

Mit der sogenannten wirkungsorientierten Stadtverwaltung (WOSA) legt Aarau fest, welche Ziele die einzelnen Bereiche erreichen und wie diese gemessen werden. Nun sollen die Leistungsaufträge von fünf weiteren Bereichen angepasst werden.

Bei den städtischen Liegenschaften will Aarau den Klimaschutz künftig konkreter messen. Statt einer schwer nachvollziehbaren jährlichen CO2-Kurve soll beispielsweise erfasst werden, wie viele Heizungen durch klimaneutrale und wenn möglich erneuerbare Lösungen ersetzt und wie viele Photovoltaikanlagen realisiert werden.

Auch beim Sport werden wenig aussagekräftige Kennzahlen gestrichen. Statt formelle Treffen mit Sportvereinen zu zählen, rücken unter anderem die Bearbeitung von Fördergesuchen und die Auslastung der Sportanlagen stärker in den Fokus. Neu sollen zudem laufende Projekte zur Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur ausgewiesen werden.

Bei den Pflegeheimen soll die Qualität der Betreuung künftig stärker anhand des kantonalen Qualitätsreportings beurteilt werden. Die Bettenbelegung bleibt als Kennzahl bestehen, gilt aber nicht mehr als Mass für die Pflegequalität.

Einwohnerrat entscheidet

Erarbeitet wurden die neuen Vorgaben gemeinsam mit den Verantwortlichen der jeweiligen Bereiche. Dabei wurden auch Kennzahlen anderer Städte und mit Microsoft Copilot generierte Ideen diskutiert.

Nun entscheidet der Einwohnerrat über die Leistungsaufträge. Bei einer Zustimmung werden sie ins Budget 2028 aufgenommen. RAN