Ab Februar führt der Verkehr über die Hilfsbrücke

Auf der Suhrentalstrasse zwischen Muhen und Oberentfelden steht ein aufwendiger Brückenersatz bevor. Noch laufen die Vorarbeiten des Gasverbunds Mittelland. Danach übernimmt der Kanton die Baustelle. Ab Februar 2027 soll der Verkehr über eine provisorische Brücke rollen.

Die alte Brücke über die Suhre bleibt noch bis Februar 2027 in Betrieb. Zurzeit laufen die Arbeiten zur Verlegung der Gasleitung, bevor der eigentliche Brückenersatz beginnt. Bild: Martin Zürcher
Die alte Brücke über die Suhre bleibt noch bis Februar 2027 in Betrieb. Zurzeit laufen die Arbeiten zur Verlegung der Gasleitung, bevor der eigentliche Brückenersatz beginnt. Bild: Martin Zürcher

Wer derzeit auf der Suhrentalstrasse zwischen Oberentfelden und Muhen unterwegs ist, sieht neben der Fahrbahn bereits deutliche Spuren der kommenden Grossbaustelle. Bäume und Büsche wurden gerodet, Flächen vorbereitet und Erdarbeiten ausgeführt. «Mit dem eigentlichen Brückenneubau haben diese Arbeiten allerdings noch nichts zu tun», sagt der zuständige Projektleiter Mauro Spada vom Baudepartement des Kantons Aargau. «Derzeit ist noch der Gasverbund Mittelland (GVM) am Zug.»

Eine Erdgashochdruckleitung, die seit Jahrzehnten an der bestehenden Brücke befestigt ist, muss vor dem Abbruch der Brücke verlegt werden. Künftig führt die Leitung unter der Suhre hindurch. «Die Arbeiten laufen seit mehreren Wochen und stehen kurz vor dem Abschluss», sagt Spada weiter. «Anschliessend übernimmt die Abteilung Tiefbau des Kantons Aargau den Bauplatz.»

Nach über 60 Jahren ist Schluss

Die bestehende Stahlbetonbrücke über die Suhre stammt aus dem Jahr 1965. Sie entstand während des Ausbaus der Suhrentalstrasse und wurde 1993 teilweise saniert. Inzwischen habe das Bauwerk das Ende seiner Lebensdauer erreicht und müsse ersetzt werden, so der Projektleiter weiter. «Bei einer statischen Überprüfung stellte der Kanton 2019 fest, dass die sogenannte Durchstanzsicherheit nicht mehr gewährleistet ist», so Mauro Spada. «Eine weitere Sanierung ist nicht sinnvoll, weshalb die Brücke vollständig ersetzt werden muss.» Eine besondere Herausforderung ist das hohe Verkehrsaufkommen. Rund 25’000 Fahrzeuge passieren die Stelle täglich. Eine Vollsperrung der wichtigen Verbindung zwischen Muhen und Oberentfelden kommt deshalb nicht infrage.

Nach Abschluss der Gasleitungsarbeiten erstellt der Kanton neben der heutigen Suhrentalstrasse eine provisorische Strasse samt Hilfsbrücke. «Im Februar 2027 soll diese so weit fertiggestellt sein, dass der gesamte Verkehr darauf umgeleitet werden kann», blickt Projektleiter Spada voraus.

Erst danach beginnt der eigentliche Brückenersatz. Die alte Konstruktion wird abgebrochen und an gleicher Stelle eine neue Brücke über die Suhre gebaut. «Für diese Arbeiten rechnet der Kanton mit rund einem Jahr», so Spada.

Die Baustelle verlangt besondere Vorsicht. Einerseits muss der Verkehr während sämtlicher Bauphasen möglichst ungehindert weiterfliessen. Andererseits liegt der Arbeitsbereich direkt an und über der Suhre, wodurch auch beim Gewässerschutz erhöhte Anforderungen gelten.

Freie Fahrt im Februar 2028

Läuft alles nach Plan, soll die neue Brücke im Februar 2028 für den Verkehr freigegeben werden. Danach werden die provisorische Hilfsbrücke und die Ersatzstrasse wieder entfernt und das Gelände instand gestellt. RAN