Alfred Stutz erreicht Meilenstein
Am Schweizer Nationalfeiertag hat Alfred Stutz aus Holziken seine 3000. Wanderung auf den Stübisberg absolviert. Was vor gut zehn Jahren als persönliches Fitnessziel begann, ist zu einer beeindruckenden Geschichte über Ausdauer, Naturverbundenheit und Beständigkeit geworden.

Als Alfred Stutz am 24. Januar 2016 im Alter von fast 67 Jahren erstmals bewusst den Stübisberg als regelmässiges Wanderziel wählte, dachte er weder an Rekorde noch an Jubiläen. Er wollte sich bewegen, gesund bleiben und die Natur geniessen. Zehn Jahre später erreichte der heute 77-Jährige ausgerechnet am 1. August seinen 3000. Aufstieg – gemeinsam mit seinem Sohn Markus und seiner Enkelin Zoé.
Der Moränenhügel zwischen dem Uerken- und dem Suhrental ist für Stutz längst mehr als ein Wanderziel. Der Findling auf dem Gipfel mit den eingemeisselten Jahreszahlen 1291 und 1941 macht den Stübisberg zu einem geschichtsträchtigen Ort. Dass sein Jubiläum auf den Nationalfeiertag fiel, bezeichnet Stutz als besonderes Geschenk.
Tausende Kilometer zu Fuss
Seine Wanderungen dokumentiert Alfred Stutz seit Beginn akribisch in einer Excel-Tabelle. Dort notiert er unter anderem Datum, Strecke, Wetter und Dauer. Ergänzt werden die Daten durch eine Wander-App.
Seit dem ersten Aufstieg sind 3842 Tage vergangen. In dieser Zeit bestieg Stutz den Stübisberg durchschnittlich 0,78-mal pro Tag. Je nach Route legte er pro Wanderung zwischen 5,5 und 7,5 Kilometer zurück. Insgesamt kam er auf rund 33'000 Kilometer zu Fuss. Allein auf den Stübisberg bewältigte er mehr als 324'000 Höhenmeter – das entspricht über 36 Besteigungen des Mount Everest. Zusätzlich umrundete er den Hallwilersee 87-mal.
Bewegung statt Rekorde
Trotz dieser eindrücklichen Zahlen stand für Alfred Stutz nie der Rekord im Vordergrund. «Der Stübisberg ist mein Berg geworden. Hier finde ich Bewegung, Ruhe und Ausgleich», sagt er. Am liebsten sei er allein unterwegs – bei Sonne, Regen, Nebel oder Schnee.
Bereits seine 100. Wanderung sorgte 2016 für Aufmerksamkeit. Für die 1000. Besteigung ehrte ihn die Gemeinde Holziken mit einer Urkunde. Ob nun Schluss ist? Für Stutz ist die Antwort klar: «Ich habe kein bestimmtes Ziel mehr. Solange ich gesund bleibe, werde ich weiter auf meinen Stübisberg gehen.»MSM/LA