«Alls was bruuchsch uf dr Wält, das isch Liebi»
Die Stubete in der Biberburg mit der Patronatskapelle Schwyzerörgeli-Quartett Schenkenberg sorgte am Samstagabend für eine bis auf den letzten Platz voll besetzte Biberburg.
Verschiedene Formationen brachten am Samstag Schweizer Ländler, lüpfige und traditionelle Volksmusik, in die Biberburg Hirschthal. Die Formationen Chräbsbach Örgeler, Ramsflueh Goldies und das Schwyzerörgeli-Quartett Schenkenberg als Patronatskapelle wechselten sich ab, wie es bei einer Stubete üblich ist. Seit Bestehen der Biberburg gehören Stubete-Anlässe zum Jahresprogramm.
Bei «Alls was bruuchsch uf dr Wält, das isch Liebi» von Ernst Jakober sangen die Gäste nicht nur mit, sie schunkelten im Rhythmus des Liedes auch noch mit. Der 92-jährige Hirschthaler Fritz Fankhauser schnappte sich spontan eine Tanzpartnerin. Dass das Tanzbein bei traditionellen Liedern geschwungen wurde, versteht sich von selbst.
Die Titel machen die Gruppen spontan mit Zustimmung durch Kopfnicken aus, man versteht sich eben. Die Patronatskapelle Schwyzerörgeli-Quartett Schenkenberg – in Wirklichkeit waren es meist sechs Musikanten – erntete für die Polka «Im Dischmatal» von Peter Zinsli und dem «Holzermarsch», eine Schnellpolka von Hans-Ulrich Stalder, langanhaltenden Applaus. Ralf Ambühl, Ersatzbassist des Schenkenberg-Quartetts, half bei anderen Gruppen aus – man kennt sich und respektiert sich in der Schwyzer Örgeli-Szene eben. Auch der eine oder andere Jutz war aus der Örgeli-Ecke zu hören.
Ein Lächeln flog über das Gesicht eines Schöftlers, der ursprünglich aus der Innerschweiz stammt: «Mit dieser Musik bin ich aufgewachsen.» Seit 40 Jahren ist er im Suhrental beheimatet. Der Stubete in der Biberburg beizuwohnen kostete ihn keine grosse Überzeugung, seine Enkelin sass neben ihm.
Das Schwyzerörgeli-Quartett Schenkenberg in der Zusammensetzung Peter Oberson, Urs Tschan, Thomas Lüscher und Ernst Bärtschi am Kontrabass überzeugte in allen Belangen. Die Klarinettisten Dani Böhlen und Ralf Ambühl machten in der Biberburg aus dem Quartett ein Sextett.
Alfred Weigel



