Beim Wasser gespart, nicht aber an Worten
Wo Holz gelagert wird, kann es leicht brennen. Zu einem Grossbrand rückte die Feuerwehr Kölliken zur Transport AG Aarau in Kölliken, bekannt unter «entsorgBar», am Samstag aus – aber nur übungshalber.
Drei Personen rettete die Feuerwehr aus dem unübersichtlichen Gelände mit geparkten Fahrzeugen. Gefragt waren bei dem als Bevölkerungsübung deklarierten Einsatz am Samstag hauptsächlich die Atemschützer. Die Elektriker machten vorsichtshalber die Photovoltaikanlage stromlos. Ein wichtiger Punkt: Bei jedem Einsatz in Gebäuden ist als Sicherheitsmassnahme die Stromversorgung sofort abzuschalten. Nicht nur gegen imaginäres Feuer kämpften die Atemschutzgruppen, sondern mehr mit dem Schweiss, der bei den hohen Aussentemperaturen über die Stirn rann.
«Wegen der Trockenheit verzichten wir auf Feuerspektakel und Wasserfontänen, denn in der derzeitigen Trockenperiode ist mit Wasser sparsam umzugehen», so der mit Mikrofon den Übungsablauf kommentierende Kommandant. Fabian Bircher sparte nicht mit Worten, um den Zweck der Übung nachhaltig zu erklären: «Automatismen müssen geübt und Verbesserungspotentiale erkannt sowie neues Personal eingearbeitet werden.»
Die Einsatzkräfte rollten dennoch etliche Meter Schlauch aus und setzten diese unter Druck. Schliesslich will die Feuerwehr Kölliken zeigen, welches Material sich im vorgefahrenen Tanklöschfahrzeug befindet. Die Wasserabgabe beschränkte sich auf das Leeren der Schläuche.
Traditionell erhalten Feuerwehrmitglieder, die Nachwuchs in der Familie verzeichnen, eine Windeltorte. Dass die Feuerwehr Nachwuchs braucht, ist nichts Neues. Bis die Neugeborenen die Kölliker Feuerwehr verstärken, wird noch viel Wasser durch die Schläuche fliessen. Wie die Übung gelaufen war und über vieles mehr, diskutierten die zahlreich der Übung beiwohnenden Kölliker bei Wurst und Brot beim Feuerwehrmagazin. Alfred Weigel



