Betrieb des Berghauses Schafmatt ist gesichert
Lange schien die Zukunft des beliebten Berghauses Schafmatt ungewiss. Doch der öffentliche Aufruf nach Freiwilligen löste eine überraschend grosse Welle der Unterstützung aus.

Noch im Dezember klang es nach Abschied: «Wenn wir keine Leute finden, müssen wir das Berghaus Schafmatt ab Januar schliessen», sagte damals Angela Volkart, Präsidentin der Naturfreunde Sektion Aarau gegenüber dieser Zeitung. Über eineinhalb Jahre hatte sie vergeblich versucht, neue Helferinnen und Helfer für den Betrieb des Hauses unterhalb der Geissflue zu gewinnen. Die Lage wirkte aussichtslos.
Doch nach dem Bericht in der «Aargauer Zeitung» und dem «Landanazeiger» kam die überraschende Wende. Rund 50 Anrufe und über 20 E-Mails erreichten Volkart innert weniger Tage. «Ich hätte nie mit so viel Resonanz gerechnet», sagt sie heute. Die Anteilnahme aus der Bevölkerung sei überwältigend.
Sechs Personen aus der Region haben mittlerweile fest zugesagt, im Betrieb mitzuarbeiten. Zusätzlich stellt sich ein neues Vorstandsmitglied zur Verfügung. Für Volkart ein riesiger Befreiungsschlag: «Ich bin sehr erleichtert. Es fühlt sich an wie ein Weihnachtswunder.»
Damit ist klar: Das Naturfreundehaus auf der Schafmatt bleibt auch im neuen Jahr geöffnet. Das Haus auf Oltinger Boden, nahe der Grenze zu den Kantonen Aargau und Solothurn, ist an Sonn- und Feiertagen beliebt und bietet 32 Schlafplätze für Lager, Anlässe und Ferien. Die Nachfrage sei gross, sagt Volkart – und nun könne der Betrieb ohne Unterbruch weitergeführt werden.
Nach Weihnachten fand ein erstes Treffen mit sämtlichen neuen Freiwilligen statt. «Das Berghaus ist wie ein Kind für mich», sagt Volkart. «Und jetzt weiss ich: Es bleibt in guten Händen.»
Katja Schlegel/LA