Chaibenacher: 50 Wohnungen geplant

Südlich des Sportplatzes sollen drei Mehrfamilienhäuser mit 50 Wohnungen entstehen. Der Gestaltungsplan liegt öffentlich auf und markiert den nächsten Schritt für die Entwicklung des Ortszentrums.

Die Frei Architekten AG hat ein Richtprojekt für die Bebauung des Chaibenacher ausgearbeitet.Visualisierung: zvg
Die Frei Architekten AG hat ein Richtprojekt für die Bebauung des Chaibenacher ausgearbeitet.Visualisierung: zvg

Es ist ein weiterer Schritt hin zur Gestaltung des Hirschthaler Ortszentrums. Aktuell liegt bei der Gemeinde der Gestaltungsplan «Chaibenacher B» öffentlich auf. Im letzten Herbst lief bereits die Mitwirkung, die ohne Eingaben über die Bühne ging, im Frühling 2026 lag dann auch der Vorprüfungsbericht des Kantons vor. Die Rückmeldungen daraus sind in den heutigen Gestaltungsplan eingeflossen. Dieser bildet die rechtliche Grundlage für das Bauvorhaben, das auf dem Grundstück südlich des Sportplatzes umgesetzt werden soll.

28 Einheiten mit 3,5 Zimmern

Gemäss dem Richtprojekt der Frei Architekten AG aus Aarau sind drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 50 Wohnungen geplant, diese sollen Platz für rund 98 Personen schaffen. Im Untergrund teilt sich die Überbauung eine Tiefgarage mit 72 Parkplätzen, dazu kommen sieben weitere im Freien. Es sollen neun Wohnungen mit 2,5 Zimmern, 28 mit 3,5 Zimmern, 12 mit 4,5 Zimmern und eine mit 5,5 Zimmern entstehen. Die drei Mehrfamilienhäuser werden im Westen an die Überbauung Zentrum angrenzen. Deren Gestaltungsplan wurde Ende 2024 rechtskräftig und bildet die Grundlage für ein Bauprojekt mit über 70 Wohnungen.

Die Abteilung Raumentwicklung des Kantons erkennt deshalb auch in ihrem Vorprüfungsbericht, dass es sich beim «Chaibenacher» um ein «wichtiges Gebiet der Innenentwicklung in Hirschthal» handle, ein sogenanntes Schlüsselgebiet. Bezüglich des Gestaltungsplanes hatte der Kanton aber da und dort noch Anpassungsbedarf. Etwa dass die ökologischen Ausgleichsflächen nur mit einheimischen Pflanzen gestaltet werden sollen. Oder dass im Planungsbericht verschiedene Erschliessungsvarianten geprüft werden müssen und man die Ausführungen nicht etwa auf die idealste – neben dem Werkhof vorbei bis zur Talstrasse – beschränken könne.

Pavillon anstatt Gemeinschaftsraum

Der Kanton bemängelte ausserdem, dass zu viele Parkplätze eingeplant wurden. 79 Parkplätze bei 50 Wohnungen seien ein «massives Überangebot». Doch im Planungsbericht wird an der Zahl festgehalten und auf die Bauverordnung des Kantons verwiesen.

Ein weiterer Punkt betrifft den Bau von Gemeinschaftsräumen. Im Projekt sind diese nur im Aussenbereich vorgesehen, etwa im Hof zwischen den drei Häusern. Es werde dringend empfohlen, Innenräume zur gemeinschaftlichen Nutzung festzulegen, so die Abteilung Raumentwicklung: «Innenliegende Gemeinschaftsräume haben eine andere Qualität als die vorgesehenen gedeckten Aussenräume.» In den Unterlagen argumentiert das Planungsteam, dass Gemeinschaftsflächen intensiv diskutiert wurden. Man verzichte bewusst auf einen geschlossenen Raum, draussen seien aber überdachte Vorbereiche und ein Pavillon vorgesehen. Laura Koller