Das Bärlispital erklärt Kindern spielerisch den Spitalalltag
Im Kantonsspital Aarau wurden für einmal Teddybären gegipst, Puppen untersucht und Kinder zu kleinen Medizinerinnen und Medizinern. Das Bärlispital des KSA zeigte spielerisch, dass ein Spital keine Angst machen muss.
Im Restaurant «time out» des Kantonsspitals Aarau herrschte am Samstag reger Betrieb. Überall sassen Teddybären mit bandagierten Pfoten, Puppen mit Fieber und Plüschhunde mit Bauchweh. Dazwischen wuselten Kinder mit weissen Arztkitteln, Stethoskopen und konzentrierten Blicken umher. Das Bärlispital des KSA machte die jungen Besucherinnen und Besucher für einen Tag selbst zu Ärztinnen, Pflegern und Rettungssanitätern.
Schon am Eingang hielt die fünfjährige Lina ihren Stoffhasen fest im Arm. «Er ist von der Treppe gefallen», erklärte sie ernst. Kurz darauf lag der Hase auf der Untersuchungsliege. Gemeinsam mit einer Pflegefachfrau mass Lina Fieber, hörte den Herzschlag ab und klebte vorsichtig ein Pflaster auf die flauschige Pfote. «Jetzt geht es ihm schon viel besser», sagte sie freudig.
Spielerisch die Angst nehmen
Genau darum ging es beim beliebten Anlass des KSA: Kinder sollten die Spitalwelt spielerisch kennenlernen und dabei merken, dass Ärzte, Geräte und Untersuchungen keine Angst machen müssen. Statt echter Patienten wurden an diesem Tag Kuscheltiere, Puppen und Bäbis liebevoll verarztet.
Der Rundgang durchs Bärlispital erinnerte an ein echtes Krankenhaus. Nach der Anmeldung besuchten die Plüschpatienten verschiedene Fachbereiche. In der Orthopädie wurden kleine Gipse angelegt, in der Radiologie bestaunten die Kinder Bilder und Geräte, wäh-rend im Notfall besonders viel Betrieb herrschte. Auch die Augenklinik, Neonatologie und Chirurgie waren vertreten.
Dino «Toni» als Stargast
Für staunende Gesichter sorgte in diesem Jahr vor allem Dino-Baby «Toni» vom Sauriermuseum Aathal. Das rund 150 Millionen Jahre alte Baby-Sauropoden-Skelett zog viele Kinder in seinen Bann. Besonders spannend: Der Dino war sogar im echten CT des KSA untersucht worden.
Am Ende des Tages verliessen die jungen Besucher das Spital mit gesund gepflegten Kuscheltieren – und mit einer grossen Portion Mut. Denn im Bärlispital wurde schnell klar: Ein Spital war kein unheimlicher Ort, sondern einer voller Helferinnen und Helfer. RAN







