Das «Geisterhaus» wird abgerissen
Das leer stehende Wibrusa-Haus in Safenwil soll abgebrochen werden. Das Gebäude ist stark beschädigt und seit Jahrzehnten unbewohnt. Die Eigentümerin hat ein entsprechendes Baugesuch eingereicht.

Im Dorf ist das Gebäude als «Geisterhaus» bekannt. Es steht vis-à-vis des früheren Wibrusa-Areals. Seit über 35 Jahren wohnt niemand mehr darin. Das Haus ist stark überwachsen. Bei Sturm lösen sich Ziegel. Anwohner sorgen sich um die Sicherheit. Auch Grünzeug landet immer wieder in Nachbargärten.
Das Haus ist in einem schlechten Zustand. Das Dach und die Fassade sind undicht. Wasser dringt ein. Die Unterkonstruktion ist teilweise verfault. Eine Sanierung wäre sehr aufwendig. Mauern, Decken und Gewölbe müssten erneuert werden. Einige Gebäudeteile müssten komplett zurückgebaut werden. Laut Baugesuch wären die Kosten unverhältnismässig. Das Gesuch liegt noch bis am 16. Februar bei der Gemeinde auf.
Historisches Gebäudeohne Schutz
Das heutige Gebäude geht auf einen älteren Bau zurück. Dieser wurde vor 1866 errichtet. Später diente das Haus als Wohn- und Magazinbau. 1936 kaufte die Wibrusa AG das Gebäude. Denkmalgeschützt ist das Haus nicht. Es ist aber im Bauinventar des Kantons Aargau eingetragen. Der Rückbau ist anspruchsvoll. Im Haus wurden Schadstoffe verbaut. Darunter Asbest, PAK und PCB. Diese Stoffe sind giftig. Sie müssen fachgerecht entsorgt werden. Auch zwei Nebengebäude auf dem Grundstück werden abgerissen.
Keine Neubauten geplant
Bauherrin ist die Wibrusa AG mit Sitz in Staufen. Der Abriss kostet rund 90’000 Franken. Ein Neubau ist nicht vorgesehen. Auf dem Areal soll eine Wiese entstehen. Die grosse Linde am Rand des Grundstücks bleibt bestehen.
Mit dem Abbruch verschwindet ein lange leer stehendes Gebäude aus dem Dorfbild. Viele Anwohner dürften das begrüssen.Rafael Hüssy/LA