Der Deutsche Jürgen Seebergersoll den Abstieg verhindern
Die FC Aarau Frauen verpflichten per 1. Januar 2026 den erfahrenen deutschen Trainer Jürgen Seeberger. Der 60-Jährige soll das Team im Kampf um den Ligaerhalt stabilisieren – Aarau überwintert nach elf Runden auf einem Abstiegsplatz.

Mit nur drei Punkten aus den ersten elf Saisonspielen gehen die FC Aarau Frauen als Tabellenneunte in die Winterpause. Die Mannschaft hat bislang drei Unentschieden geholt, aber noch keinen Sieg gefeiert. Fünf Punkte fehlen auf den rettenden achten Platz, der gleichzeitig die Teilnahme an den Playoffs bedeuten würde. Die Liga wird derzeit klar von Servette FC Chênois Féminin angeführt, das ungeschlagen bei 32 Punkten steht.
Vor diesem Hintergrund präsentiert der Verein nun seinen neuen Cheftrainer: Jürgen Seeberger übernimmt das Team per Jahresbeginn 2026. Der 60-jährige Deutsche bringt jahrzehntelange Erfahrung aus dem Schweizer und deutschen Profifussball mit. Sportchef Marcello Stellato begründet die Verpflichtung damit, dass Aarau nach defensiver Stabilität nun zusätzliche Impulse für die Offensive benötige.
Seebergers Trainerlaufbahn begann 1994 beim FC Schwamendingen und führte ihn später zu renommierten Stationen. Mit dem FC Schaffhausen stieg er von der 1. Liga bis in die Super League auf und hielt sich dort zwei Saisons im Mittelfeld. In Deutschland prägte Seeberger Alemannia Aachen: Mit dem Zweitligisten verpasste er 2009 den Bundesligaaufstieg nur knapp. Weitere Engagements folgten unter anderem beim VfB Stuttgart II, SV Darmstadt 98 und den Stuttgarter Kickers. In der Schweiz arbeitete er später für Winterthur, Kosova Zürich, Schaffhausen, Freienbach und Vaduz. Zuletzt stand er beim FC Mutschellen an der Seitenlinie.
Nun übernimmt er erstmals ein Team in der höchsten Schweizer Frauenliga. «Die AXA Women’s Super League ist dynamisch und anspruchsvoll», sagte Seeberger bei seiner Vorstellung. Er wolle mit klaren Strukturen arbeiten und auf den vorhandenen Stärken aufbauen.
Für Aarau wird der Start in die Rückrunde wegweisend: Am Wochenende vom 7./8. Februar 2026 trifft die Mannschaft auswärts auf die BSC YB Frauen, derzeit Tabellendritte. Mit Seeberger soll die Mannschaft die Trendwende schaffen – zumal der Abstand auf die Konkurrenz zwar spürbar, aber noch aufholbar ist.RAN