Der neue Entfelder Ohrwurm erobert die Schulhäuser

Was als Idee für eine Projektwoche begann, hat sich innert weniger Tage zu einem musikalischen Höhepunkt entwickelt. Vier Unterstufenlehrpersonen der Kreisschule Entfelden haben gemeinsam einen «Entfelder Song» geschrieben und ihn mit den Kindern der Unterstufe eingeübt. Die erste gemeinsame Aufführung sorgte für viel Begeisterung.

Der neue Entfelder Ohrwurm nimmt Gestalt an: Bei der gemeinsamen Probe in der Turnhalle Dorf in Oberentfelden singen die Unterstufenkinder den neuen Song erstmals als grosser Chor.Bild: AGU
Der neue Entfelder Ohrwurm nimmt Gestalt an: Bei der gemeinsamen Probe in der Turnhalle Dorf in Oberentfelden singen die Unterstufenkinder den neuen Song erstmals als grosser Chor.Bild: AGU

Warum gibt es eigentlich kein Lied für Entfelden? Diese einfache Frage stand am Anfang eines Projekts, das mittlerweile weit über die Schulzimmer hinaus für Gesprächsstoff sorgt. Im Rahmen der Projektwoche zum bevorstehenden Äntefescht beschlossen die Lehrpersonen Andrea Joller, Tabea Legler, Armin Schmutz und Sarah Trümpi, dies zu ändern.

Gemeinsam sammelten sie Ideen, Werte und Eigenschaften, die das Leben und Lernen in Entfelden prägen. Daraus entstand ein Text, der Gemeinschaft, Freundschaft und das Miteinander der Kinder ins Zentrum stellt. Während Andrea Joller, Sarah Trümpi und Armin Schmutz an den Formulierungen feilten, übernahm Tabea Legler die musikalische Umsetzung.

Diese Melodie bleibt hängen

Die Musikerin suchte nach einer Melodie, die eingängig und gleichzeitig authentisch wirkt. Inspiriert von Schweizer Mundartmusik entstand ein Lied, das seine Wirkung bereits nach wenigen Proben entfaltete. Wer in den vergangenen Tagen durch die Schulhäuser ging, konnte den Erfolg des Projekts beobachten: Auf den Gängen, in den Klassenzimmern und auf den Pausenplätzen wurde geübt und gesungen.

Über den genauen Inhalt möchten die Verantwortlichen bewusst nicht allzu viel verraten. Nur so viel: Das Lied erzählt von dem, was Entfelden aus Sicht der Kinder ausmacht. Der Refrain setzt sich rasch im Kopf fest und dürfte noch lange nachklingen.

Entstanden in wenigen Tagen

Dass der Song überhaupt existiert, grenzt für Tabea Legler fast an ein kleines Wunder. Nachdem der Text fertig war, habe sie tagelang über die passende musikalische Umsetzung nachgedacht. Die entscheidende Idee sei dann plötzlich gekommen. «Wie ein Feuerball vom Himmel», beschreibt sie den kreativen Moment.

Am vergangenen Freitag war es dann so weit: In der Turnhalle Dorf in Oberentfelden sangen die Unterstufenkinder den neuen Song erstmals gemeinsam zum Abschluss der Themenwoche. Legler begleitete den Chor mit der Gitarre und stimmte selbst mit ein. Die Freude der Kinder war dabei unübersehbar.

Begeisterung bei der Premiere

Die Begeisterung beschränkt sich allerdings nicht auf Oberentfelden. Inzwischen wird der Song auch in Unterentfelden einstudiert. Damit erhält das Projekt eine noch grössere Bedeutung: Aus einem Lied für eine Projektwoche wird ein gemeinsamer musikalischer Ausdruck beider Entfelder Schulstandorte.

Ob das Lied auch am Äntefescht zu hören sein wird, ist derzeit noch offen. Das Projekt ist erst wenige Tage alt, konkrete Pläne gibt es noch keine. Fest steht jedoch: Entfelden hat erstmals ein eigenes Lied – und vieles deutet darauf hin, dass daraus ein echter Ohrwurm wird. RAN