Deutlich besser als erwartet –aber nicht ohne Sorgen

Die Rechnung 2025 der Gemeinde Oberentfelden fällt klar positiver aus als budgetiert. Höhere Steuereinnahmen sorgen für ein Plus – gleichzeitig bleiben strukturelle Herausforderungen bestehen.

Die Gemeinde Oberentfelden erzielt 2025 ein überraschend positives Ergebnis. Bild: RAN
Die Gemeinde Oberentfelden erzielt 2025 ein überraschend positives Ergebnis. Bild: RAN

Die Erfolgsrechnung 2025 der Einwohnergemeinde Oberentfelden schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 266’421 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 642’838 Franken. Damit fällt das Ergebnis um rund 909’000 Franken besser aus als erwartet.

Massgeblich dazu beigetragen haben höhere Steuereinnahmen. Die Einkommens- und Vermögenssteuern übertrafen das Budget um 675’000 Franken, insgesamt lagen die Erträge – inklusive Sondersteuern – sogar um 983’000 Franken über den Erwartungen.

Steigende Kosten und strukturelle Probleme

Auf der Ausgabenseite zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. In der obligatorischen Schule entstand ein Mehraufwand von 155’000 Franken. Auch die Schulgelder für Berufsschülerinnen und Berufsschüler fielen deutlich höher aus als budgetiert. Stark gestiegen sind zudem die Pflegekosten, die gegenüber dem Vorjahr um 370’000 Franken zunahmen. Für 2026 wird ein weiterer Anstieg erwartet.

Entlastung brachte hingegen der Bereich Sozialhilfe und Asylwesen, wo die Ausgaben deutlich unter Budget lagen. Sorgen bereiten dem Gemeinderat jedoch ausstehende Krankenkassenprämien: Aufgrund gesetzlicher Vorgaben musste die Gemeinde 400’000 Franken übernehmen.

Die strukturellen Herausforderungen spiegeln sich im betrieblichen Ergebnis wider. Dieses weist weiterhin ein deutliches Minus aus. Erst durch ein positives Finanzierungsergebnis – insbesondere dank einer Aufwertung einer Baulandparzelle – resultiert unter dem Strich ein Überschuss.

Hohe Investitionen und steigende Schulden

Die Investitionen der Einwohnergemeinde beliefen sich auf 6,1 Millionen Franken. Der grösste Anteil floss mit über 4,5 Millionen Franken in die Aufstockung des Oberstufenschulhauses. Weitere Mittel wurden unter anderem für Schulmobiliar sowie Anpassungen im Gemeindehaus eingesetzt.

Zusätzlich investierten die Eigenwirtschaftsbetriebe 4,56 Millionen Franken, insbesondere in die Infrastruktur des Elektrizitätswerks.

Die Nettoinvestitionen konnten nur zu 41 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Entsprechend stieg die Nettoschuld um 3,5 Millionen Franken auf rund 13,8 Millionen Franken. Dieser Wert liegt jedoch weiterhin unter der kritischen Grenze des Kantons.FSO