Die Warteliste umfasst sogar Betreuungspersonen
Letzte Woche fand im Aarauer Schachen zum 31. Mal das Fussballcamp des FC Aarau statt. Mehr als 350 Kinder konnten spielerisch trainieren und neue Bekanntschaften schliessen. Ein Grosserfolg – einmal mehr.
Neuer Name, gleicher Inhalt. Das längst etablierte Juniorencamp des FC Aarau geht seit diesem Jahr mit einem noch etwas englischeren Namen an den Start: als Adler Kids Camp. Am bewährten Programm der Trainingswoche wurde indes auch bei der bereits 31. Ausgabe nichts verändert.
Das Camp in Aarau ist allerdings – wie bereits 2025 – nicht mehr das einzige. Ab dem 7. April fand bereits ein Adler Kids Camp in Wohlen statt, parallel zu jenem in Aarau gab es eines in Turgi. Und in den Sommerferien folgt eines in Lenzburg, in den Herbstferien noch eines in Villmergen. Der Aarauer Adler breitet seine Schwingen also mehr und mehr auch in anderen Regionen des Kantons aus und bindet so auch potenzielle Zuschauerinnen und Zuschauer an sich.
Wie immer waren die Plätze sehr begehrt; alle Frühlingscamps waren restlos ausverkauft. In Aarau nahmen letzte Woche 360 Mädchen und Buben teil, in den anderen Camps waren oder sind es jeweils etwa 90 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Sie alle erhielten eine komplette FCA-Trainingsausrüstung und wurden mit Nahrung und Getränken versorgt.
Drei dieser vielen Jugendlichen waren Adrian Sinanaj aus Gränichen, Lenny Zahnd aus Kölliken und Nahom Kahsay aus Oberentfelden. Lenny war schon zum zweiten Mal im Aarauer Schachen mit dabei. «Ich finde es cool, weil man hier neue Kollegen finden kann», sagte er. Adrian lobte nicht nur die Trainerinnen und Trainer, sondern explizit auch die Verpflegung. Er will 2027 wieder dabei sein. Auch Nahom weiss jetzt schon, dass er sich nächstes Jahr erneut anmelden will – und seinen älteren Bruder gleich mit.
Als Hauptverantwortlicher des FC Aarau Adler Kids Camps im Standort Aarau amtete Thomas Valli – und das heuer schon zum 13. Mal. Beim Camp half der 58-jährige Schadenleiter einer Versicherung sogar schon zum 20. Mal mit.
Und die Begeisterung scheint ungebrochen. Erzählt er von der Freude und Begeisterung der teilnehmenden Kinder, leuchten auch seine Augen. «Es braucht Enthusiasmus und Freude – aber es kommt unheimlich viel zurück.»
Das Camp dauerte fünf Tage, von Sonntag bis Donnerstag, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Laut Valli handelt es sich um einen «reinen Breitensportanlass» – und darauf legen wir auch wert». So verzichte man zum Beispiel darauf, aktiv zu scouten. Man freut sich aber natürlich, wenn später ein ehemaliger Campteilnehmer im Profibereich Spuren hinterlässt. Bestes Beispiel hierfür ist Loris Benito: Der 34-jährige Aarauer hat es zum Nationalspieler, zu zwei Auslandengagements und zum Captain der Berner Young Boys gebracht.
«Sie wollen einfach tschutten»
Die gut 310 Buben und knapp 50 Mädchen in Aarau teilten sich auf 25 Gruppen auf. Betreut wurden sie von arrivierten Trainerinnen und Trainern sowie ehemaligen Campteilnehmern, die nun ebenfalls mithalfen, damit nachfolgende Generationen eine spassige Frühlingsferienwoche im Schachen verbringen konnten. An ihnen wird es nicht scheitern, dass Adrian oder Nahom auch nächstes Jahr ins Adler Kids Camp einrücken können. «Wir haben», führte Valli stolz aus, «nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Trainern eine Warteliste – unglaublich.»
Fast täglich gab es neben den Trainings und nachmittäglichen Turnieren auch ein Rahmenprogramm. Fixer Bestandteil ist jeweils der Besuch des FCA-Fanionteams. Am Mittwochnachmittag schrieben sich die Spieler und Staffmitglieder die Finger wund beim Autogrammschreiben, liessen sich danach gemeinsam mit allen Kindergruppen ablichten und beteiligten sich in der Folge beim «Mätschle» auf den vielen Spielfeldern im Schachen.
Auch wenn die Begegnung mit Marco Thaler, Valon Fazliu, Marvin Hübel und Co. selbstredend einer der Höhepunkte war, ging es für die Buben und Mädchen primär um eines. Das bestätigte auch Valli. «Sie wollen einfach tschutten!» Achim Günter











