Dominik Hauri für den AFV-Award 2026 nominiert
Dominik Hauri gehört zu den drei Nominierten für den AFV-Award 2026. Seine Wurzeln liegen im «Landanzeiger»-Gebiet, wo er das Schiedsrichterwesen seit Jahrzehnten prägt. Seine Kandidatur ist speziell: Anders als seine Konkurrenten wurde er nicht von einem Verein nominiert.

Wenn Dominik Hauri über Fussball spricht, geht es nicht um Tore oder Tabellen. Seine Welt ist die Schiedsrichterei, also jene Männer und Frauen mit der Pfeife und dem schweren Stand im Fussball. Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört er dazu.
Geboren in Zofingen und aufgewachsen in Kölliken, spielte Hauri zunächst beim FC Kölliken. Mit 18 Jahren absolvierte er den Schiedsrichterkurs. 1993 begann seine Laufbahn als Unparteiischer. Fast 15 Jahre leitete er Partien bis zur 2. Liga, als Assistent schaffte er es bis in die 1. Liga.
Doch irgendwann wurde es für Hauri ebenso wichtig, sein Wissen weiterzugeben. Er betreut Schiedsrichter, arbeitet als Coach und Instruktor und bildet Schiedsrichter-Nachwuchs aus. Als Verantwortlicher der Lehrabende ist er zudem an der Weiterbildung der Aargauer Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter beteiligt.
Vom FC Kölliken nach Wettswil
Auch als Funktionär übernahm Hauri Verantwortung. Von 2010 bis 2014 präsidierte er den Schiedsrichterverband Region Aargau.
Dem FC Kölliken ist er als Ehrenmitglied bis heute verbunden. Nachdem er 2005 nach Wettswil am Albis gezogen war, wechselte er 2008 zum FC Wettswil-Bonstetten. Dort verantwortet er heute den Schiedsrichterbereich.
Nun könnte sein jahrzehntelanger Einsatz ausgezeichnet werden. Dominik Hauri ist neben Bernhard Schleuniger vom FC Klingnau und Armin Swiatek vom FC Frick für den AFV-Award 2026 nominiert.
Hauris Nomination fällt aus der Reihe
Dabei gibt es einen bemerkenswerten Unterschied: Schleuniger und Swiatek wurden von ihren Vereinen vorgeschlagen. Hauris Nomination stammt nach eigenen Angaben von der Schiedsrichterkommission des Aargauer Fussballverbands. Und noch etwas macht die Kandidatur für ihn besonders: In den vergangenen Jahren habe noch nie ein Schiedsrichter den Award gewonnen.
Unterstützung erhält Hauri inzwischen auch aus der alten Heimat. Neben dem FC Kölliken wirbt sogar der FC Muhen für ihn – ein Verein, der früher auf dem Platz eher zu den Gegnern gehörte. Gerade das freut Hauri zusätzlich.
Bekanntgabe an der AFV-Gala
Bis am 15. Oktober läuft das Online-Voting. Danach werden die Nominierten an der AFV-Gala gewürdigt.
Hauri macht keinen Hehl daraus, was ihm die Auszeichnung bedeuten würde: «Es wäre für mich eine grosse Freude und Wertschätzung für mein langjähriges Engagement, diesen Award gewinnen zu dürfen.» RAN