«Ein Brückenbauer, wie es im Buche steht»

Rund 100 geladene Gäste aus Politik, Justiz, Wissenschaft und Wirtschaft feierten im Kultur- und Kongresshaus Aarau die Vernissage der Festschrift zum 85. Geburtstag von Thomas Pfisterer. Das über 400 Seiten starke Werk blickt nicht nur auf das Lebenswerk des Aarauer Juristen und Politikers zurück, sondern will auch Denkanstösse für künftige Generationen vermitteln.

Haben die Festschrift herausgegeben (von links): Andreas Glaser, Martina Suter, Thomas Pfisterer, Benjamin Böhler und Christian Rathgeb. Bilder: RAN

Haben die Festschrift herausgegeben (von links): Andreas Glaser, Martina Suter, Thomas Pfisterer, Benjamin Böhler und Christian Rathgeb. Bilder: RAN

Die Familie Pfisterer (von links): Sohn Lukas, Sohn Markus, Vater Thomas, Mutter Silvia und Sohn Andreas.

Die Familie Pfisterer (von links): Sohn Lukas, Sohn Markus, Vater Thomas, Mutter Silvia und Sohn Andreas.

Thomas Pfisterer dankt alt Bundesrat und Festredner Hans-Rudolf Merz für sein Kommen und die begeisternde Rede.

Thomas Pfisterer dankt alt Bundesrat und Festredner Hans-Rudolf Merz für sein Kommen und die begeisternde Rede.

Begehrter Jubilar: Thomas Pfisterer signiert für die Gäste die Festschrift zu seinem 85. Geburtstag.

Begehrter Jubilar: Thomas Pfisterer signiert für die Gäste die Festschrift zu seinem 85. Geburtstag.

Autorinnen und Autoren sowie Herausgeberschaft und Festredner freuen sich mit Thomas Pfisterer (vorne in der Mitte) über das gelungene Werk.

Autorinnen und Autoren sowie Herausgeberschaft und Festredner freuen sich mit Thomas Pfisterer (vorne in der Mitte) über das gelungene Werk.

«Mosaiksteine aus einem vielfältigen Leben» lautet der Titel der Festschrift, die von Benjamin Böhler, Andreas Glaser, Christian Rathgeb und Martina Suter herausgegeben wurde. 71 Autorinnen und Autoren beleuchten darin Pfisterers Wirken als Verfassungsrat, Richter, Regierungs- und Ständerat sowie in internationalen Mandaten.

Die Idee hatte der 27‑jährige Aarauer Einwohnerrat und Doktorand Benjamin Böhler. Dass Thomas Pfisterer einer Festschrift zunächst skeptisch gegenüberstand, verschwieg Böhler nicht. Erst nach mehreren Gesprächen und mit Unterstützung von Pfisterers Ehefrau Silvia gab dieser grünes Licht. Entstanden ist bewusst keine klassische Biografie, sondern ein Buch über das Funktionieren von Demokratie, Rechtsstaat und Föderalismus anhand eines aussergewöhnlichen Lebenswegs.

Andreas Glaser, Direktor des Zentrums für Demokratie Aarau, würdigte Pfisterers Verdienste um die Gründung des Zentrums. «Mit Thomas Pfisterer kann man über alle Themen sprechen – am Ende landet man immer wieder bei der Demokratie», sagte Glaser.

Lob für den Vorreiter

Landammann Stephan Attiger bezeichnete Pfisterer als einen der besten Kenner des Staates. «Die Suche nach guten Lösungen hatte in seinem Wirken immer Priorität.» Besonders hob Attiger dessen Einsatz für Föderalismus, Nachhaltigkeit und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Süddeutschland hervor. Aarau-Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker würdigte Pfisterer als «verdienten Bürger dieser Stadt» und «Brückenbauer für die Gesellschaft».

Für kommende Generationen

Die Festansprache hielt alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz. In einer pointierten und humorvollen Rede erinnerte er an die gemeinsame Zeit im Bundeshaus. Pfisterer zeichne ein «Wille zum Wollen», breites Wissen und vorausschauendes Denken aus. Man wäre heute froh, wenn mehr seiner Ideen umgesetzt worden wären, sagte Merz und schloss mit den Worten: «Er liebt unser Land.»

Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von einem Ensemble der Stadtmusik Aarau, deren Präsident Thomas Pfisterer einst war. Zum Schluss fasste ein Gast das Wirken und die Vernissage treffend zusammen: «Thomas, du warst dein Leben lang ein Brückenbauer, wie es im Buche steht. Jetzt kann es jeder schwarz auf weiss nachlesen.» RAN