Ein Fest für alle Generationen als Dankeschön ans Dorf
Am vergangenen Wochenende war im Suhrental Alterszentrum mächtig was los. Während dreier Tage wurde das 60-Jahr-Jubiläum gefeiert – mit einem vielfältigen Festprogramm.
«Wir haben gesehen: Es ist Fussball-WM, Maienzug in Aarau, Jugendfest in Zofingen – also schon einiges los. Trotzdem haben wir gesagt, wir machen die 60-Jahr-Feier am 60. Jahrestag und nicht irgendwann im September.» Jürgen Gaulke, seit März 2024 Geschäftsführer des Suhrental Alterszentrums in Schöftland, ist glücklich mit der Entscheidung, am ursprünglich geplanten Datum festgehalten zu haben. Zumal dieser Termin eben genau der eigentliche Jubiläumstermin ist. Am 3. Juli 1966 nahm das Altersheim Schöftland, die Vorgängerinstitution des Suhrental Alterszentrums, seinen Betrieb auf.
Der Festbetrieb sollte gemäss Gaulke «ein Geschenk für die Bevölkerung» sein. Und zwar deshalb, weil der damalige Antrieb für den Bau eines Altersheims und auch ein stattlicher «Batzen» aus der Bevölkerung gekommen waren. «Ausserdem haben wir der Bevölkerung auch etwas zu zeigen.» Worauf Gaulke anspielt: Einer der Programmpunkte drehte sich um das Neubauprojekt. Das Neubauprojekt, das man gerade rechtzeitig zum Jubiläum erstmals der Bevölkerung präsentieren konnte.
Das 60-jährige Gebäude soll in den nächsten Jahren für rund 70 Millionen Franken einem zeitgemässen Neubau weichen (siehe auch Seite 6). Gaulke hofft, dass bereits 2028 die Bagger auffahren können und die ganze Bauphase im Idealfall bis 2034 abgeschlossen sein wird. Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs mit dem schönen Namen «Tosca und Juliette» konnte am Jubiläumswochenende wie auch weitere eingereichte Projektideen eingehend studiert werden. Das Interesse bei den Besucherinnen und Besuchern aus den sieben Aktionärsgemeinden und darüber hinaus war gross.
Spannender Blick in die Vergangenheit
Betrifft «Tosca und Juliette» die Zukunft, erfreute sich auch der Blick zurück grosser Beliebtheit. So konnte man auf alten Presseberichten die Entstehungsgeschichte der Institution nachvollziehen, oder in einem Dokumentarfilm Zeitzeugen von damals sprechen hören. Gaulke und seinem Team war es wichtig, das Wirken der damaligen Pioniere zu würdigen – möglichst noch zu deren Lebzeiten. Die erste Heimleiterin beispielsweise lebt noch, sie ist derzeit 95 Jahre alt.
Eröffnet worden war das dreitägige, mehrere zehntausend Franken kostende Fest am späteren Freitagnachmittag. Als erster markanter Programmpunkt stand die Festrede an. Rund 250 Personen wohnten ihr gemäss Gaulke im grossen Festzelt auf dem gemeindeeigenen Kiesplatz bei. An allen drei Tagen sorgten Musicacts für beschwingte Stimmung. Am Samstag sogar bis um 2 Uhr nachts.
Obwohl der Geburtstag eines Altersheims gefeiert wurde, kamen auch die Jüngsten auf ihre Kosten: beim Kinderschminken, bei der Kinderdisco und im kleinen Lunapark. Und selbstredend musste auch niemand hungrig von dannen ziehen. Für zufriedene Gaumen und Mägen sorgten eine Bar, das Küchenteam des Alterszentrums sowie Süssigkeiten der Bäckerei Mathys. Achim Günter





















