Eine Demokratie braucht Vertrauen und Mitmachen

In Schöftland richtete die SVP die 1.-August-Feierlichkeit aus, und es gelang ihr, die SVP-Regierungsrätin Martina Bircher für die Rede zu engagieren. Mit sichtbarem Babybauch, Söhnchen und Partner erschien sie zur Feier und zierte sich danach auch nicht, mit vielen Bekannten, Fans und Freunden zu plaudern.

Wertvolle Wegzehrung für die werdende Mutter: Getrud Müller von der organisierenden SVP überreichte der Rednerin einen Geschenkkorb.Bild: Frieda Steffen
Wertvolle Wegzehrung für die werdende Mutter: Getrud Müller von der organisierenden SVP überreichte der Rednerin einen Geschenkkorb.Bild: Frieda Steffen

Schöftland machte aus der 1.-August-Feier ein kleines Volksfest, das bereits um 14 Uhr begann und bis spätabends dauerte. Auf das Entzünden eines Höhenfeuers musste allerdings verzichtet werden. Die Ländlerkapelle Aegerten unterhielt die zahlreich erschienenen Gäste mit lüpfiger Musik. Sie wurde dann durch die Kirchenglocken abgelöst, ein Zeichen für Gemeindeammann Thomas Buchschacher, das Mikrofon zur Begrüssung zu ergreifen und Regierungsrätin Martina Bircher willkommen zu heissen.

Bircher wand vorab der Gemeinde Schöftland ein Kränzchen, denn Schöftland habe bewahrt, was trägt – und Neues gewagt, wo es nötig war. Damit leitete sie über zu einem aktuellen Thema: Vertrauen in unsere Demokratie. Demokratie funktioniere nur, wenn die Menschen mitmachen, unter anderen auch an die Urne ge-hen. Mitmachen brauche Vertrauen, und dieses sei der Kitt unserer Demokratie. «Bei Abstimmungen gewinnt die eine Hälfte, die andere verliert. Trotzdem akzeptieren wir das Ergebnis.» Das sei gelebtes Vertrauen, aber dieses sei kritisch geworden. Vertrauen, so Bircher, entstehe dort, wo der Staat nachvollziebar sei und gerecht handle.

Ihr Appell: «Reden Sie mit Ihren Kindern über Politik. Gehen Sie abstimmen, engagieren Sie sich in ihrer Gemeinde, im Verein, in der Kommission und an der Gemeindeversammlung. Am 1. August feiern wir keine Jahreszahl, sondern die Entscheidung, einander zu vertrauen – damals auf der Rütliwiese, heute hier in dieser Gemeinde.» Frieda Steffen