Einwohnerrat für Millionenverkauf und neue Schulbauten
Der Buchser Einwohnerrat hat den Verkauf des Dorfmetzg-Areals genehmigt und gleichzeitig die Planung der neuen Schulbauten auf der Gysimatte vorangetrieben. Die erwarteten Einnahmen aus dem Landverkauf übertreffen die ursprünglichen Annahmen deutlich und sollen einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Schulraumstrategie leisten.

Der Buchser Einwohnerrat hat den Verkauf des Dorfmetzg-Areals mit deutlicher Mehrheit gutgeheissen. Mit 30 zu 6 Stimmen erteilte das Parlament dem Gemeinderat die Kompetenz, das Grundstück an die Assetimmo Immobilien-Anlagestiftung zu veräussern. Je nach künftiger Ausnützungsziffer soll der Verkauf zwischen 12,035 und 15,176 Millionen Franken einbringen.
Gemeindepräsident Joel Blunier zeigte sich erfreut über die eingegangenen Angebote. Im Finanzplan war ursprünglich lediglich mit einem Erlös von rund 5,3 Millionen Franken gerechnet worden. Die deutlich höheren Einnahmen sollen helfen, die anstehenden Investitionen in die Schulinfrastruktur zu finanzieren.
Im Rat wurde jedoch kontrovers diskutiert, ob ein Verkauf die beste Lösung sei. Mehrere Ratsmitglieder sprachen sich stattdessen für eine Abgabe des Areals im Baurecht aus, um langfristig regelmässige Einnahmen zu sichern. SP-Einwohnerrat Thomas Meier warnte zudem vor einem möglichen Interessenkonflikt: Weil der Verkaufspreis direkt von der später bewilligten Ausnützungsziffer abhängt, könne der Gemeinderat in Versuchung geraten, eine möglichst hohe Ausnutzung zuzulassen, anstatt ausschliesslich die Qualität des Bauprojekts in den Vordergrund zu stellen.
Planung für neue Schulbauten kommt voran
Wenig umstritten waren die beiden Planungskredite für die Schulraumplanung auf der Gysimatte. Der Einwohnerrat bewilligte sowohl den Kredit für ein Systemschulhaus als auch für die Planung des Umbaus beziehungsweise der Umnutzung der Turnhalle. Aus den Reihen der FDP wurde angeregt, dem Totalunternehmer bei der Projektentwicklung möglichst grosse gestalterische Freiheiten einzuräumen. Die Kredite wurden mit wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen genehmigt.
Einigkeit beim Aus der Kreisschule Aarau-Buchs
Kurzfristig stand auch die Zukunft der Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) auf der Traktandenliste. Vizegemeindepräsident Anton Kleiber informierte über die jüngsten Entwicklungen und die erste Sitzung der Arbeitsgruppe zur Auflösung des Schulverbands. Der Gemeinderat sehe keine Perspektive mehr für eine Fortführung der KSAB, nachdem die Stadt Aarau an einer gemeinsamen Lösung kein Interesse mehr habe.
Eine Diskussion im Rat blieb weitgehend aus
Einwohnerratspräsident Reto Bianchi verlas stattdessen eine gemeinsame Erklärung aller Fraktionen. Darin zeigen sich die Parteien überrascht, dass Aarau trotz der erst vor wenigen Monaten vereinbarten Führungsreform nun die Auflösung des Schulverbands als einzigen gangbaren Weg betrachte.
Gleichzeitig unterstützen sämtliche Parteien den Entscheid des Gemeinderats, beim Regierungsrat die Auflösung der KSAB zu beantragen und die Schule künftig wieder eigenständig zu führen. Das gemeinsame Ziel bleibe eine stabile, verlässliche und qualitativ hochwertige Schule für Buchs, heisst es in der Erklärung. NRO/LA