Frisch saniert und vom Pfau inspiriert: Das «Roggi» ist ab dem 10. Juli zurück

Nach eineinhalb Jahren Sanierung öffnet das Restaurant im Wildpark Roggenhausen am 10. Juli wieder – mit grösserer Terrasse und neuen Betreibern.

Das Restaurant im Roggenhausen nach der Sanierung mit grösserer Terasse und Spielplatz direkt daneben.Bilder: Sarah Moll

Das Restaurant im Roggenhausen nach der Sanierung mit grösserer Terasse und Spielplatz direkt daneben.Bilder: Sarah Moll

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Das Cheminée ist ein echter Blickfang.

Das Cheminée ist ein echter Blickfang.

Die Stabellenstühle blieben sogar erhalten.

Die Stabellenstühle blieben sogar erhalten.

Leiter Ortsbürgergut Daniel Müller, Stadtbaumeister Marcel Angele, Stadtrat Daniel Fondado und Architekt Hans-Peter Leibundgut im frisch sanierten Restaurant.Bild: Alex Spichale

Leiter Ortsbürgergut Daniel Müller, Stadtbaumeister Marcel Angele, Stadtrat Daniel Fondado und Architekt Hans-Peter Leibundgut im frisch sanierten Restaurant.Bild: Alex Spichale

Hier an der Bar werden künftig Bestellungen entgegengenommen.

Hier an der Bar werden künftig Bestellungen entgegengenommen.

Auf diesen Moment haben wohl viele «Roggi»-Besuchende gewartet: Das Restaurant im Wildpark ist fertig saniert. Rund eineinhalb Jahre lang wurde das Gebäude umfassend erneuert. Am Freitag, 10. Juli, öffnet das Restaurant seine Türen, wie die Betreiber schreiben.

Für die Gäste ändert sich einiges: Das Restaurant hat einen neuen Haupteingang auf der Südseite, eine grössere Terrasse und direkt daneben einen neuen Spielplatz. In den Sommermonaten ist das Restaurant sieben Tage pro Woche geöffnet und bietet weiterhin sowohl Selbstbedienung als auch À-la-carte-Service zwischen Donnerstag und Samstag an.

Vor dem Gebäude stehen noch immer Picknickbänke unter den Bäumen. Wo die Besuchenden zuvor die Selbstbedienungstheke fanden, sind nun öffentliche Toiletten – getrennt von den Toiletten für die Restaurantbesuchenden. Das Kaninchengehege, das sich früher an der Fassade befand, wurde versetzt. «Die Terrasse ist dadurch fast doppelt so gross und hat rund 80 Plätze», sagt Hans-Peter Leibundgut vom Aarauer Architektenbüro Buser + Partner am Medienrundgang und nennt die Sanierung des Restaurant ein «Herzensprojekt». Auch ist der Rundweg durch den Wildpark nun direkt mit der Terrasse verbunden. «Wir haben an der Schnittstelle zum Tierpark gearbeitet.» So wurde direkt neben dem Restaurant ein kleinkindergerechter Spielplatz geschaffen.

Kein Bling-Bling-Restaurant im Wald

Im Gebäude sieht es ebenso anders aus. Sofort ins Auge fällt das glänzende Cheminée mitten im Raum, das das Restaurant räumlich in zwei Teile abtrennt. Viel Holz, waldgrüne Mauern, gelbe Abschnitte an der Decke. «Der Pfau hat uns nicht nur bei der Farbgestaltung inspiriert» sagt Leibundgut. Trotz der vielen Neuerungen soll das Restaurant eine Waldschenke bleiben. Es sei kein Bling-Bling-Restaurant. Die vorhandenen Stabellenstühle wurden vom Lack befreit und schwarz gefärbt. So blieb die Holzstruktur der Stühle erhalten. Die Decke ist mit Holzwolle-Leichtbauplatten, die man aus Industriebauten kennt, einfach gehalten. Im ersten Stock befand sich eine Wohnung für die Pächter. In der Machbarkeitsstudie waren zwei Mietwohnungen vorgesehen. Weil sich das Haus jedoch nicht in einer Bauzone befindet, hätten diese nicht vermietet werden dürfen. Deshalb wurde daraus kurz vor der Fertigstellung ein grosser Saal, der für Anlässe, Schulungen oder Seminare sowie Bankette für bis zu 50 Gäste genutzt werden kann. Auch ein Lift wurde eingebaut.

Das Restaurant gehört zum «Roggi»

Die Erneuerung hat die Ortsbürger rund 5,5 Millionen Franken gekostet. Wegen des Cheminées und des Saalausbaus werde die Endabrechnung jedoch etwas höher ausfallen. Für die Ortsbürger sei klar gewesen, dass sie das investierte Geld nicht refinanzieren können. «Das ‹Roggi› geht nicht ohne Restaurant und das Restaurant nicht ohne ‹Roggi›», sagt Daniel Müller. Er ist zum einen Wildpark-Leiter wie auch Leiter Ortsbürgergut und Mietliegenschaften der Stadt Aarau.

Lange war nicht klar, wer das Restaurant betreiben würde. Erst im März wurde bekannt: Die Berest AG aus Basel wird die neue Betreiberin – gemeinsam mit dem Restaurant Eichberg Seengen. Die Firma macht Unternehmensbegleitung und Betriebsführung für Gastronomiebetriebe. Es ist unter anderem tätig im Ratsstübli in Thun, der Himmapan Lodge im Kinderzoo Rapperswil, im Schützenhaus und im Goldene Sterne in Basel.

Bald bereiten die Eichenberg-Köche Hannes Mahler und Eli Wengenmaier Cordon bleu, Burger und Wildgerichte zu, wie das Magazin fine to dine berichtet. Die offizielle Eröffnungsfeier findet dann aber erst am Freitag, 29. August, und Samstag, 30. August, statt. Weitere Details dazu werden folgen.

Das Chalet, das Provisorium der Thommen Gastronomie während der Bauzeit, wird noch zurückgebaut. An dieser Stelle wird abschliessend ein Spielturm hingebaut.

Vanessa Schaad / Sarah Moll

www.restaurant-roggenhausen.ch