Fünfliber-Club: Jahres-Bott bei Freiheit in Gemütlichkeit

Redestoff, Wein und Brot zum Apéro im «Hirschen»-Garten in Erlinsbach vor dem diesjährigen Bott des Fünfliber-Clubs Aarau.Bild: ZVG
Redestoff, Wein und Brot zum Apéro im «Hirschen»-Garten in Erlinsbach vor dem diesjährigen Bott des Fünfliber-Clubs Aarau.Bild: ZVG

Der legendäre Aarauer Fünfliber-Club traf sich zum traditionellen Bott, der nur in Teilen einer Jahresversammlung ähnelt, vielmehr aber von Gemütlichkeit und freier Meinungsbildung geprägt ist. Im Vorprogramm beim Besuch der Einsatzzentrale von Schutz und Rettung Zürich auf dem Flughafen Kloten war es fast unheimlich still. Beeindruckt und fasziniert folgten die Teilnehmenden den Ausführungen des Kommandanten Peter Wullschleger. Er berichtete über Leitsätze, Führungsstrukturen sowie Einsatz der verfügbaren Mittel. Wullschleger verstand es gekonnt, die reinen Fakten durch Beispiele und Episoden aus seinem grossen Erfahrungsschatz anzureichern. Zum geschäftlichen und gemütlichen Teil kehrte die Delegation des Fünfliber-Clubs zurück zur Einkehr im Land-Hotel Hirschen in Erlinsbach. Das festliche Diner wurde mit Rückblick und Informationen des Obmanns Victor Wüscher unterbrochen, der Weinnachschank war hingegen stets gewährleistet. Wer die Hürde als Kandidatin oder Kandidat schafft, wird am Bott zum Kreuzgang für die Aufnahme im legendären Club gebeten. Nach Vorstellung, Ausstand und Beratung im Plenum dürfen Lisa Bernasconi und Peter Meyer, beide aus Aarau, die Fünfliber-Club-Mitgliedschaft in ihrem Curriculum Vitae aufnehmen. Trotz Anwesenheit von Nationalrätin Maja Riniker liessen sich die Zugehörigen der Aarauer Gemeinschaft für Freiheit in Gemütlichkeit nicht zur Diskussion um ihre Regierungsratskandidatur hinreissen. Für die einen ist die Wahl klar, für andere die Ausgangslage noch zu undurchsichtig. Gesprächsstoff gab es genug und wenn nicht, genoss man einfach die Gemütlichkeit. Die nächste Möglichkeit zur politischen Zerfleischung steht mit der traditionellen Metzgete im November auf dem Programm. Marcel Suter