Gemeinderat kritisiert verbale Angriffe auf Verwaltung

Kurz vor der Abstimmung über die Fusion mit Aarau mahnt der Unterentfelder Gemeinderat anlässlich des letzten Infoabends zu einem respektvollen Umgang. Gemeindeammann Alfred Stiner berichtet von verbalen Angriffen auf Mitarbeitende der Verwaltung und einer zunehmend aufgeheizten Stimmung im Zusammenhang mit der bevorstehenden Fusionsabstimmung.

Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Aarau und Unterentfelden informierten an der letzten öffentlichen Veranstaltung vor der Abstimmung vom 27. September über den Stand des Fusionsprojekts und beantworteten Fragen aus der Bevölkerung.Bild: W
Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Aarau und Unterentfelden informierten an der letzten öffentlichen Veranstaltung vor der Abstimmung vom 27. September über den Stand des Fusionsprojekts und beantworteten Fragen aus der Bevölkerung.Bild: WIF

Der Abstimmungskampf um die Fusion von Aarau und Unterentfelden hat in den vergangenen Wochen teilweise verbal gewisse Grenzen überschritten. «Der Ton gegenüber dem Gemeinderat und insbesondere gegenüber der Gemeindeverwaltung ist teilweise hässig und einer sachlichen politischen Auseinandersetzung unwürdig geworden», sagt Gemeindeammann Alfred Stiner an der letzten Informationsveranstaltung vor der Volksabstimmung vom 27. September.

Laut Stiner wurden Mitarbeitende am Schalter der Gemeindeverwaltung wiederholt mit massiven Vorwürfen rund um die bevorstehende Abstimmung konfrontiert. Er appellierte an die Bevölkerung, politische Meinungsverschiedenheiten direkt mit den gewählten Behörden auszutragen und nicht am Verwaltungspersonal auszulassen. Unabhängig vom Abstimmungsausgang müsse man auch künftig als Dorfgemeinschaft zusammenleben.

Fragen zur Zukunft der Gemeinde

An der Informationsveranstaltung beantworteten Vertreterinnen und Vertreter von Aarau und Unterentfelden nochmals Fragen zum Fusionsprojekt. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen auf Steuern und Gebühren, die Nutzung der bestehenden Infrastruktur durch die Vereine sowie die Erreichbarkeit von Verwaltungsdienstleistungen für die Bevölkerung. Trotz teilweise kontroverser Wortmeldungen blieb die Diskussion insgesamt sachlich. Wif/LA