KI und Deutschland als Schlüsselfaktoren für den Wohlstand
Am Neujahrsapéro des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV) standen die rasche Integration von Künstlicher Intelligenz in die Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Zentrum: AGV-Präsident Benjamin Giezendanner und die UBS zeigten auf, wo Chancen und Risiken für 2026 liegen.
Der AGV unterstrich zum Jahresauftakt einmal mehr die zentrale Bedeutung der Berufslehre. Geschäftsleiter Urs Widmer würdigte Ausbildungsbetriebe und Berufsbildner als Fundament der Schweizer Wirtschaft. Entsprechend ehrte der Verband die besten Lernenden des Vorjahres.
Gleichzeitig mahnte Präsident Benjamin Giezendanner (Rothrist), die Ausbildung müsse mit dem technologischen Wandel Schritt halten. Künstliche Intelligenz werde alle Berufe verändern und darüber entscheiden, ob die Schweiz weiterhin gute und gut bezahlte Arbeitsplätze anbieten könne. KI sei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um produktiver zu werden. Ausbildungsbetriebe dürften den Wandel nicht bremsen, sondern müssten ihn aktiv gestalten. Kritisch äusserte sich Giezendanner zur Regulierung: Zu strenge Datenschutzvorgaben könnten Innovation verhindern, da KI auf Daten angewiesen sei.
UBS-Ausblick: Resilienz und Hoffnung auf Deutschland
Für den wirtschaftlichen Ausblick sorgte die UBS. Trotz historisch hoher US-Zölle habe sich die Weltwirtschaft als widerstandsfähig erwiesen. Für 2026 erwartet die Bank ein moderateres Wachstum, gestützt durch tiefe-re Zinsen und sinkende Inflation im Euroraum.
Besonders gross sind die Hoffnungen auf Deutschland, den wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Das milliardenschwere deutsche Finanzpaket für Infrastruktur und Verteidigung könn-te das Wachstum beleben. Gelingt die Erholung, würde auch die Schweiz profitieren – etwa durch sinkende Arbeitslosigkeit und einen stärkeren Euro.
Daniel Vizentini/LA















