Kompromissvorschlag für Kraftwerkprojekt
2400 Personen haben laut dem Verein «Rettet den Mitteldamm» eine Petition unterzeichnet, die den Erhalt des Mitteldamms und gleichzeitig eine rasche Realisierung des neuen Kraftwerks Aarau fordert.

Wie der Verein «Rettet den Mitteldamm» mitteilt, schlägt die Petition einen Kompromiss zwischen Energieproduktion und Erhalt des Naherholungsgebiets vor. Konkret wird gefordert, auf den Abriss des Mitteldamms zu verzichten und stattdessen den Ausbau der Solarenergie voranzutreiben.
Hintergrund ist das geplante neue Kraftwerk Aarau. Das Projekt der Eniwa war 2024 vom Aargauer Obergericht zurückgewiesen worden. Grund dafür ist laut Verein der hohe Schutzstatus der gesamten Kraftwerksanlage, zu der auch der Mitteldamm gehört.
Die Petitionärinnen und Petitionäre verweisen zudem auf das 2024 angenommene Stromgesetz. Dieses verpflichtet die Kantone und Energieversorger zu einem starken Ausbau der Solarstromproduktion. Aus Sicht des Vereins fallen die zusätzlichen vier Gigawattstunden Strom pro Jahr, die durch den Abbruch des Mitteldamms erzeugt werden könnten, gegenüber dem Potenzial neuer Solaranlagen kaum ins Gewicht.
Die Petition fordert den Aarauer Stadtrat deshalb auf, die Eniwa mit der Ausarbeitung eines Plans für zusätzliche Solaranlagen in den 23 Liefergemeinden zu beauftragen. Gleichzeitig soll mit den Einsprechenden ein Kompromiss gesucht werden, damit das Kraftwerkprojekt möglichst rasch umgesetzt werden kann. PD/RAN