Kunst, Kapsel und jede Menge Wasser

Ob beim Zielspritzen, auf der Wasserrutsche oder beim Singen des neuen Schulsongs: Am Densbürer Jugendfest hatten die Kinder das Sagen. Das Spiel ohne Grenzen wurde zum Fest der Begegnung für die ganze Bevölkerung.

Beim Jugendfest in Densbüren standen Geschicklichkeit, Kreativität und Zusammensein im Mittelpunkt. Das Spiel ohne Grenzen lockte Kinder, Eltern und Grosseltern auf das Schulgelände. Bilder: WPO
Beim Jugendfest in Densbüren standen Geschicklichkeit, Kreativität und Zusammensein im Mittelpunkt. Das Spiel ohne Grenzen lockte Kinder, Eltern und Grosseltern auf das Schulgelände. Bilder: WPO

«Du musst auf den Ball zielen!», ruft ein Vater, der an einer Eimerspritze pumpt. Mit dem Strahl aus dem Schlauch versucht sein Sohn, Bälle unterschiedlicher Grösse von Pylonen zu schubsen. Auf dem Schulgelände Densbüren ist Jugendfest. Spiel ohne Grenzen mit 22 Posten. Mehrheitlich geht’s um Geschicklichkeit, aber auch Kreativität und Schätzvermögen sind gefragt.

«Gemeinsam etwas machen; man soll es lustig haben, darum geht es», sagt OK-Chefin Anita Zihlmann. Das Kompetitive stehe im Hintergrund. Unterwegs sind am Samstag viele Eltern mit ihren Kindern; zuweilen sind auch die Grosseltern dabei.

Geschicklichkeit statt Konkurrenz

Beim Waldschulzimmer gilt es, 32 Buchstaben zu Wörtern zusammenzusetzen. Es gibt Gruppen, die bringen alle unter. Die Schiedsrichterin entscheidet, was gilt: «Rocki» zählt, «Krocki» nicht. Nicht nur beim Feuerwehrspiel ist man bei der Hitze froh um Wasser; auch die Wasserrutsche erfreut sich noch nach dem «Wettkampf» grosser Beliebtheit.

Das Jugendfest, Teil des Festjahres zum 600-jährigen Bestehen des Dorfes, hat viele Programmpunkte. So staunt man über das Waldschulzimmer, das mit vier Studierenden der ETH gebaut wurde. Farblicher Blickfang ist das Schulprovisorium, von den Schulkindern unter Anleitung des Künstlers Michael Husmann Tschänni fantasievoll bemalt: ein bleibendes Kunstwerk namens Buntikunti.

Schulsong und süsse Kunstwerke

Kunstwerke anderer Art sind im Container drin zu haben: Da liessen sich die Landfrauen beim Herstellen von süssen Torten und anderen Desserts nicht lumpen. Musikalischer Höhepunkt ist die Uraufführung eines Schulsongs, den Peter Zihlmann mit den Schulkindern erarbeitet hat: «Seich mache chömmer guet, au wenns mängisch chli störe tued.»

Eine Botschaft für die Zukunft

Offiziell eröffnet wurde der Spielplatz beim Kindergarten, da unterhielt Bruno der Sandkastenmann die Kindergärtler und ihre Eltern. Und neben der Jubiläumslinde am Waldrand vergruben die Kinder eine Zeitkapsel, die vielleicht in 30 oder 50 Jahren wieder ausgegraben wird. Der Inhalt: Zeichnungen, Briefe, Geschichten.

Und wer siegte beim Spiel ohne Grenzen? Alle, denn alle erhielten eine Tasche mit Gesellschaftsspielen und Süssigkeiten. Peter Weingartner