Landi schliesst – Gemeinde verliert Mieteinnahmen
Nun ist es definitiv: Die Landi Gränichen schliesst Ende Januar 2027. Das kommt für die Ortsbürgergemeinde ungelegen. Sie hat das Areal erst für 4,5 Millionen Franken gekauft und war davon ausgegangen, dass die Landi als Mieterin bleibt.
Die Landi Maiengrün zieht in Gränichen den Stecker. Ende Januar 2027 wird die Filiale geschlossen. Als Gründe nennt die Genossenschaft steigende Betriebs- und Personalkosten, rückläufige Umsätze sowie zusätzliche Konkurrenz. Verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation hätten nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.
Von der Schliessung betroffen sind sechs Angestellte. Ihnen sollen Stellen an anderen Standorten der Landi Maiengrün angeboten werden.
Für die Ortsbürgergemeinde kommt die Schliessung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Sie hatte vor einem Jahr beschlossen, das Landi-Areal für 4,5 Millionen Franken zu erwerben. Vorgesehen war, dass die Landi das Gebäude weiterhin mietet und dafür jährlich 93’000 Franken bezahlt. Diese Einnahmen fallen künftig weg.
Die Gemeinde hatte allerdings bereits beim Kauf mit einem möglichen Auszug gerechnet. Als Alternativen wurden eine Neuvermietung oder eine Nutzung durch die Brockenstube genannt. Das Areal könnte längerfristig zudem als Landreserve für den geplanten Oberstufen-Campus dienen.
«Wir bedauern diesen Schritt, überraschend kommt er allerdings nicht», sagt Gemeindeammann Andreas Fetscher. Die Gemeinde prüfe nun das weitere Vorgehen. Auch nach der Schliessung Ende Januar bestehe vorerst noch ein Mietverhältnis mit der Landi. WIF/LA