Lauteraar und Chelenalpim Sog des SAC-Rekords

Mit 409’000 Übernachtungen verzeichnet der Schweizer Alpen-Club 2025 ein Allzeithoch. Während schweizweit vor allem der Winter boomt, zeigen die Lauteraarhütte und die Chelenalphütte exemplarisch Chancen und Herausforderungen der kleineren Hütten.

Hoch oben gefragt wie nie: Sowohl die Lauteraarhütte (links) als auch die Chelenalphütte verbuchten 2025 gute Übernachtungszahlen.Bilder: ZVG
Hoch oben gefragt wie nie: Sowohl die Lauteraarhütte (links) als auch die Chelenalphütte verbuchten 2025 gute Übernachtungszahlen.Bilder: ZVG

Der SAC blickt auf ein aussergewöhnliches Hüttenjahr zurück: 409’000 Übernachtungen bedeuten ein Plus von 12,7 Prozent. Besonders die Wintersaison legte mit 25,7 Prozent stark zu. Insgesamt entfielen 319’000 Logiernächte auf den Sommer, 90’000 auf den Winter. Trotz sieben geschlossener Hütten unterstreicht das Resultat die ungebrochene Nachfrage. Spitzenreiterin bleibt die Lämmerenhütte mit über 10’000 Übernachtungen, während die Walliser Alpen die meisten Gäste anzogen.

Lauteraarhütte legt deutlich zu

Auch kleinere Hütten profitieren. Die Lauteraarhütte der SAC-Sektion Zofingen verzeichnete 1242 Übernachtungen, ein Plus von 17,8 Prozent. Besonders auffällig ist der Winter: Mit 216 Übernachtungen entspricht dies einer Zunahme von 45 Prozent. Die abgelegene Hütte auf 2393 Metern über dem Unteraargletscher bleibt mit ihren 28 Sommer- und 12 Winterplätzen bewusst klein – gerade das macht ihren Reiz aus. Der historische Bau von 1931 bietet ein ursprüngliches Bergerlebnis fern grosser Ströme.

Chelenalphütte im Wandel

Anders präsentiert sich die Situation bei der Chelenalphütte der SAC-Sektion Aarau. Mit 1826 Übernachtungen liegt sie leicht unter dem Vorjahr. Wetterbedingte Ausfälle an Wochenenden spielten eine Rolle. Gleichzeitig zeigt sich auch hier der Wintertrend: 499 Übernachtungen bedeuten ein Plus von 34,1 Prozent. Mit neuer Hüttenwartin und geplanten Sanierungen steht die Hütte vor einem Aufbruch, der Substanz bewahren und den Betrieb sichern soll.

Der Boom hat jedoch seinen Preis. Klimawandel, tauender Permafrost und strengere Vorschriften erfordern hohe Investitionen. Bis 2040 rechnet der SAC jährlich mit 20 bis 25 Millionen Franken für Bauprojekte. Das Rekordjahr zeigt damit nicht nur die Attraktivität der Berge, sondern auch den wachsenden Druck auf die Infrastruktur. SAC/RAN