Männergesang und Posaunenquartett
Erneut wartete der gut besetzte Männerchor Buchs für sein Herbstkonzert im Gemeindesaal mit einigen Überraschungen auf: Statt mit Klavierbegleitung liess er sich diesmal von einem Posaunenquartett unterstützen. Die Kombination tiefes Blech und Männerstimmen passt ja klanglich hervorragend zusammen.

Auch optisch gab es beim Herbstkonzert des Männerchors Buchs am frühen Sonntagabend vieles zu entdecken. Einerseits der Chor, welcher sich in den beiden Programmteilen in unterschiedlichen Outfits präsentierte, anderseits die zu jedem aufgeführten Titel passenden Plakate in Weltfor-mat (Hansruedi Helbling), welche am Schluss im Hintergrund das ganze Konzert Revue passieren liessen.
«Vom Jutz zum Pop» war fein säuberlich in zwei Teile getrennt: Ein erster Abschnitt brachte die Wiederbegegnung mit Klassikern vom berühmten «Montanara»-Männerchorlied über das legendäre «Träumli» von 1948 von Christian Boss bis zum Schlager «Ich han en Schatz am schöne Zürisee» (1948) von Buddy Bertinat.
Poptitel ab 1970 in Teil zwei
Im zweiten Teil des Konzertes zum Thema «Pop» erklangen Titel ab 1970. Mani Matters «Hemmige», «Ewigi Liäbi» und «Louenesee» gehören zu den Bereichen Chanson und Mundart-Rock und wurden samt und sonders vom Männerchor auswendig vorgetragen – eine reife Leistung, welche von einer seriösen Vorbereitung des Konzertes zeugt.
Den Mittelteil des Abends bestritt das Posaunenquartett, teilweise mit dem Chordirigenten Martin Bütikofer an Trompete und Piccolotrompete zum Quintett erweitert. Auf das Medley «Marching Switzerland» folgten ein Appenzeller Naturjutz im Arrangement des Posaunisten Ronald Frischknecht und der bekannte «Zillertaler Hochzeitsmarsch». Zum Herbst passten auch eine Reihe von Jagdfanfaren, welche Büttikofer mit der kleinen Trompete zum Besten gab.
Die sorgfältig gereimten Moderationen (Texte: Aaron Geissmann) übernahm Eveline Gerber vom Buchser «Theatervirus», während ihre Tochter die Plakate zeigte und an der Rückwand befestigte. Beim anschliessenden traditionellen Apéro konnten sich so die Besucherinnen und Besucher jeden Programmteil in Erinnerung rufen. Daniel Willi