Medaillen und neue Freunde gewonnen

302 Teenager aus rund 80 Ländern trafen sich Mitte Juli in Vilnius, um an der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) das Leben zu erforschen. Mit dabei war auch Benjamin Meyer aus Schöftland. Er gewann Silber.

Zuzanna Scislowicz, Lukas Müller, Alea Ducret und Benjamin Meyer (von links) vertraten die Schweiz in Litauen.Bild: Schweizer Biologie-Olympiade
Zuzanna Scislowicz, Lukas Müller, Alea Ducret und Benjamin Meyer (von links) vertraten die Schweiz in Litauen.Bild: Schweizer Biologie-Olympiade

Die Prüfungen an der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) in Litauen erforderten viel Wissen, aber auch Fingerspitzengefühl und Stressresistenz: So mussten die Teilnehmenden zum Beispiel unter Zeitdruck das Mundwerkzeug einer Fliege sezieren. Vier Jugendliche aus der Schweiz waren dabei: Alea Ducret, Gymnasium Muttenz, Benjamin Meyer, Alte Kantonsschule Aarau, Lukas Müller, Gymnasium Liestal, und Zuzanna Scislowicz, Kantonsschule Baden.

Benjamin Meyer gewann Silber, die Goldmedaille verpasste er nur knapp. Lukas Müller und Alea Ducret gewannen jeweils Bronze. Zuzanna Scislowicz hatte sich beim nationalen Finale im April eigentlich nicht für die internationale Runde qualifiziert, konnte aber aufgrund einer Krankmeldung am Vortag der Abreise noch nachrücken.

Wer an der IBO punkten will, braucht Ausdauer: Die Teilnehmenden schreiben sechs Prüfungen in einer Woche. Zwei dreistündige schriftliche Prüfungen prüfen das Theoriewissen, dazu kommen vier Praktika, zum Beispiel in Molekularbiologie, Tierphysiologie oder Bioinformatik.

Die Teamleiterinnen Noemie Allet und Luisa Henke loben die reibungslose Organisation in Litauen und die Leistung ihrer Teilnehmenden. «Sie haben alles gegeben, hatten Spass und haben Kontakte aus der ganzen Welt geknüpft.» Das Gemeinschaftsgefühl entstand unter anderem bei gemeinsamen Ausflügen, zum Beispiel zur historischen Burg Trakai.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es elf Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben. Wer mitmachen möchte, kann nach den Sommerferien online an den ersten Runden teilnehmen. pd