Medaillenregen für Nora Meister
Nora Meister vom Aarauer Schwimmclub Aarefisch räumte an den Para-Schwimm-Europameisterschaften im türkischen Kocaeli gross ab. Sie brachte vier Medaillen nach Hause – darunter drei goldene.

Die Schweizer Delegation reiste mit vier Medaillen von den Para-Schwimm-Europameisterschaften in der Türkei nach Hause – drei goldenen und einer silbernen. Sie wurden allesamt gewonnen von Nora Meister. Das Mitglied des Aarauer Schwimmclubs Aarefisch kürte sich bei seinem letzten Einsatz über 50 m Freistil zur Europameisterin. Damit beendet die Aargauer Para-Schwimmerin die EM in Kocaeli mit derselben Ausbeute wie an der EM 2024.
Im Final über 50 m Freistil lieferte sich Meister ein enges Duell mit der Irin Dearbhaile Brady. Die Schweizerin lag nach dem Start zunächst zurück, holte auf der zweiten Streckenhälfte jedoch auf und schlug nach 35,26 Sekunden an. Damit setzte sie sich mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung durch. An der EM 2024 hatten sich Meister und Brady den Europameistertitel noch geteilt.
Überlegener Triumph in der Paradedisziplin
Auch in ihrer Paradedisziplin über 400 m Freistil (S6) gewann Meister die Goldmedaille. Sie war eine Klasse für sich. Mit einer Zeit von 5:13,81 Minuten verpasste die Aargauerin ihren eigenen Europarekord lediglich um rund anderthalb Sekunden. «Es war ein Kampf gegen mich selbst und gegen die Zeit», sagte Meister nach dem Rennen. Den Europarekord von 5:12,13 Minuten hatte sie in diesem Jahr in Berlin aufgestellt. Meister gehört über diese Distanz zur Weltspitze: An den Paralympics in Paris 2024 gewann sie die Silbermedaille.
Staffel klassiert sich bei Premiere auf Rang 7
Das Schweizer Team mit Nora Meister, Leo McCrea, Monique Schacher und Bastien Murith nahm zudem erstmals an einem internationalen Staffelwettbewerb teil. In der 4×50-m-Lagenstaffel belegte das Quartett den siebten Rang.
Über 100 m Freistil in der Klasse S6 gewann Meister Silber. Im Final schlug die 23-Jährige in einer Zeit von 1:13,17 Minuten an und musste nur der Italienerin Giulia Terzi (1:11,60 Minuten) den Vortritt lassen. Bronze ging an die Deutsche Verena Schott in 1:16,65 Minuten.
Nora Meister hatte schon für einen fulminanten Start für das Schweizer Team gesorgt: Über 100 m Rücken gewann sie in der Klasse S6 souverän Gold. Mit einer Zeit von 1:24,53 Minuten siegte die 23-Jährige mit deutlichem Vorsprung und sicherte dem Schweizer Team gleich am ersten Wettkampftag den ersten Titel. Damit gelang Meister ein überzeugender Start in die Titelkämpfe von Kocaeli. Bereits 2024 hatte Meister an den Europameisterschaften in Madeira über 100 m Rücken die Silbermedaille gewonnen, zwei Jahre später gelang ihr nun der Sprung zuoberst auf das Podest. pd/la