Mehrere gelungene Premieren

Bewährtes bewahren und gleichzeitig offen sein für Neues – dieses Erfolgsrezept gilt auch für die traditionelle Rothacker-Chilbi in Walterswil. Die heurigen Neuerungen entpuppten sich als erfolgreich.

Die verschiedenen Verpflegungsstände fanden allesamt ihr Publikum.Bilder: agu

Die verschiedenen Verpflegungsstände fanden allesamt ihr Publikum.Bilder: agu

Hoch hinaus ging es auf der neuen Attraktion Bungee-Trampolin.

Hoch hinaus ging es auf der neuen Attraktion Bungee-Trampolin.

Das geführte Ponyreiten war bei den Jüngsten sehr beliebt.

Das geführte Ponyreiten war bei den Jüngsten sehr beliebt.

Neu erfinden lässt sich das Rad bekanntlich nicht. Und auch die Zutaten einer erfolgreichen Chilbi sind stets mehr oder weniger dieselben: Verkaufsstände, Verpflegungsmöglichkeiten, Festzelte, Schaustellerbuden, Attraktionen für Kinder. Im Rahmen dieses bewährten Konzepts können aber gerade Nuancen den Unterschied ausmachen.

An der Rothacker-Chilbi in Walterswil lockte in diesem Jahr neben Hüpfburg und Karussell zum Beispiel erstmals ein Bungee-Trampolin. Die Neuheit war insbesondere bei der jungen Generation heiss begehrt. Gleiches gilt – zumindest für die ganz Kleinen – für das Ponyreiten etwas abseits des eigentlichen Festgeländes. Auch dabei handelte es sich um eine Premiere. Aus Rücksicht auf das Tierwohl wurde das Ponyreiten nur am Freitagabend während zweier Stunden angeboten.

An die Ursprünge des traditionellen Kirchweihfests erinnern sich selbst ältere Semester nicht mehr. Die Chilbi, sagen sie, sei einfach immer schon da gewesen. An den rund 25 verschiedenen Attraktionen und Ständen rund um die Katholische Kirche vergnügten sich von Freitag- bis Sonntagabend unzählige Personen. OK-Präsidentin Yvonne von Arx zeigt sich zufrieden: «Am Freitag und Samstag konnten wir viele Leute hier begrüssen. Am Sonntag hätte es durchaus mehr Leute haben dürfen. Aber wir sind insgesamt zufrieden.»

Unihockeyverein regte die Verschiebung an

Zum Erfolg beigetragen hat nach Meinung des Organisationskomitees auch die zeitliche Verschiebung der Chilbi um eine Woche. Auf Anregung der lokalen Unihockeyaner hatte eine Umfrage unter den teilnehmenden Vereinen und Institutionen ergeben, dass eine Verschiebung gewünscht werde. Damit entging man nun der gewichtigen Konkurrenz am zweiten Augustwochenende – hauptsächlich jener durch das Heitere Open Air. «Diesmal kamen die Jungen am Freitag- und Samstagabend», freut sich von Arx.

Dank der Verschiebung um eine Woche gab die MG Safenwil-Walterswil am Sonntagnachmittag erstmals seit Jahren wieder ein Platzkonzert. «Auch das hat mit dem Heitere zu tun, weil viele Mitglieder der MG jeweils dort waren», erklärt von Arx. Letzter Höhepunkt war das beliebte Kuhfladen-Bingo, bei dem die beiden Rinder Rubina und Florida Glücksfee spielten. Achim Günter