Moderne Technik für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung

Rund 90 Interessierte nutzten den Waldumgang des Forstbetriebs Kölliken-Safenwil, um sich über moderne Forsttechnik, die Bekämpfung invasiver Pflanzen und aktuelle Entwicklungen in der Jagd zu informieren. Im Mittelpunkt standen zwei Neuanschaffungen, die künftig die Arbeit im Wald erleichtern.

Severin Dommen und Daniel Lüscher präsentieren den neuen Forst- und Tragschlepper.

Severin Dommen und Daniel Lüscher präsentieren den neuen Forst- und Tragschlepper.

Mit 5000 Volt bekämpft Martin Mieschbühler den Knöterich.

Mit 5000 Volt bekämpft Martin Mieschbühler den Knöterich.

Peter Suter vergleicht ein Hirschgeweih mit dem des Rehbocks.

Peter Suter vergleicht ein Hirschgeweih mit dem des Rehbocks.

Die Waldumgänger lauschen den Ausführungen von Forstbetriebsleiter Severin Dommen. Bilder: Alfred Weigel

Die Waldumgänger lauschen den Ausführungen von Forstbetriebsleiter Severin Dommen. Bilder: Alfred Weigel

Mit den Jagdmusikstücken «Die Begrüssung» und «Aufbruch zur Jagd» eröffneten die Jagdhornbläser den Waldumgang beim Schützenhaus Kölliken. Anschliessend demonstrierte Maschinist Daniel Lüscher den neuen dreiachsigen Forst- und Tragschlepper HSM 805 HDF. Die Maschine schneidet Baumstämme auf die gewünschte Länge, zieht sie mit der Seilwinde aus dem Bestand und verlädt sie nach einem Zangenwechsel. «Mit der neuen Maschine lässt sich unser Wald effizient und nachhaltig bewirtschaften», sagte Betriebsleiter Severin Dommen. Der Gemeindeverband Forstbetrieb Kölliken-Safenwil bewirtschaftet seit 2005 rund 870 Hektaren Wald in den Gemeinden Kölliken, Safenwil und Oberentfelden.

Invasive Pflanzen und Wildtiere

Grosses Interesse weckte auch die Vorführung der neu angeschafften RootWave. Das Gerät bekämpft invasive Neophyten wie den Japanknöterich mit 5000 Volt und schädigt dabei auch das Wurzelwerk nachhaltig. Forstwart Martin Mieschbühler demonstrierte die Anwendung mit entsprechender Schutzausrüstung. Ergänzend stellte Manfred Müller von der Kommission «Natur- und Klima» weitere invasive Pflanzenarten wie Kirschlorbeer, einjähriges Berufkraut und drüsiges Springkraut vor.

Ist bald mit dem Wolf zu rechnen?

Auch die Jagd kam zur Sprache. «Dem Hirsch folgt der Wolf», sagte der stellvertretende Jagdaufseher Peter Suter mit Blick auf die Rückkehr des Rotwilds in den Aargau. Sorgen bereite hingegen der aus Nordamerika eingewanderte Waschbär, erklärte Rosmarie Müller von der Jagdaufsicht Kölliken anhand eines präparierten Exemplars. Beim gemeinsamen Ausklang mit Älplermagronen und Apfelmus im Waldhaus Wandersmann sorgten die Jagdhornbläser nochmals für den musikalischen Rahmen. Alfred Weigel