Nach sechs Wochen kehrt wieder Leben in die Migros zurück
Noch bevor am Donnerstag die ersten regulären Einkäufe über die Kassen gingen, öffnete die umgebaute Migros Erlinsbach ihre Türen für geladene Gäste. Planer, Handwerker, Verantwortliche, Vereinsvertreter und eine Auswahl von Stamm-kunden erhielten am Vorabend einen ersten Einblick in die erneuerte Filiale.
Sechs Wochen lang war die Migros im Zentrum Rössli geschlossen und wurde umfassend modernisiert. Nun stehen auf rund 1000 Quadratmetern wieder Lebensmittel in den Regalen, die Kühlgeräte laufen und die Kassen sind bereit. Rund 15’000 Artikel umfasst das Sortiment.
Für Marktleiter Michael Huber waren besonders die letzten Tage intensiv. «Je näher die Eröffnung gekommen ist, umso stressiger ist es geworden.» Immer wieder seien Dinge aufgefallen, die noch nicht ganz so waren, wie sie sein sollten. Umso mehr lobte er sein Team und alle Beteiligten.
Nach Wochen, in denen vor allem Handwerker und Mitarbeitende durch die Filiale gingen, bedeutete die Voreröffnung auch die Rückkehr zur Normalität: «Jetzt wieder einmal Kunden in diesem Laden zu sehen, ist natürlich ein sehr schönes Gefühl.» Huber arbeitet seit 30 Jahren für die Migros und ist bereits zum vierten Mal in Erlinsbach tätig.
Eine «Meisterleistung» in sechs Wochen
Wie viel Arbeit hinter dem Umbau steckt, machte André Töngi, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Real Estate der Migros Aare, deutlich. Planer, Bauteams, Handwerker, Einrichter und Filialmitarbeitende seien beteiligt gewesen. «Sechs Wochen mögen für euch lang erscheinen. Für uns ist das wahnsinnig knapp», sagte Töngi. Praktisch jedes Detail in dieser Zeit neu zu erstellen, sei eine «Meisterleistung».
Erlinsbach ist Teil eines grösseren Erneuerungsprogramms. «Der Aargau ist für unsere Region ganz klar ein Wachstumskanton», erklärte Töngi. Rund die Hälfte der Filialen der Migros Aare soll in den kommenden vier bis fünf Jahren umgebaut werden.
Für die Kundschaft bringt der Umbau einige Veränderungen. Der Frischebereich wurde vergrössert, auf eine bediente Fleischtheke wird hingegen verzichtet. Huber nannte dafür die Grösse der Filiale, wirtschaftliche Gründe und den Fachkräftemangel. Das Angebot an Frischfleisch in Selbstbedienung wurde dafür erweitert.
Mehr als ein Ort zum Einkaufen
Gemeindepräsident Heinz Pfluger hob die gesellschaftliche Bedeutung der Filiale hervor. «Unsere Migros hier in Erlinsbach geniesst in der Bevölkerung und über die Gemeindegrenzen hinaus einen sehr hohen Stellenwert.» Gerade in Zeiten, in denen persönliche Kontakte weniger selbstverständlich seien, brauche es Orte der Begegnung. Ein kurzer Schwatz oder «ein Blick ins Nachbarskörbli» könne für Gesprächsstoff sorgen. Zum Umbau meinte Pfluger: «Es ist sehr frisch, sehr offen, sehr hell und auch sehr einladend geworden.»
Unterstützung für zwei Dorfvereine
Zur Voreröffnung gehörte auch die Unterstützung des FC Erlinsbach und der Schützengesellschaft Erlinsbach. Beide Vereine erhielten je 2500 Franken aus dem Migros-Kulturprozent.
Der FC zählt rund 600 Mitglieder, darunter etwa 400 Kinder und Jugendliche. Das Geld soll unter anderem für neue Tornetze und ein Kinder- und Jugendlager eingesetzt werden. Die 171-jährige Schützengesellschaft will ihren Beitrag vor allem für die Nachwuchsförderung und die technische Infrastruktur verwenden. RAN



