Neues Förderband für den Kiesabbau

Die Fischer Kies + Beton AG hat im Abbaugebiet Stoltenrain die Erweiterung ihrer Förderbandanlage eingeweiht. Das 350 Meter lange Band ermöglicht einen effizienteren und emissionsärmeren Transport des Kieses. Während die neue Anlage gerade erst angelaufen ist, plant das Unternehmen bereits die nächsten Abbauetappen.

Firmeninhaber Beat Fischer wirft einen Blick in den Kontrollschach der neuen Anlage. Mit dieser wird in den nächsten 10 bis 12 Jahren am Stoltenrain in Staffelbach das abgebaute Kies ins Werk befördert.

Firmeninhaber Beat Fischer wirft einen Blick in den Kontrollschach der neuen Anlage. Mit dieser wird in den nächsten 10 bis 12 Jahren am Stoltenrain in Staffelbach das abgebaute Kies ins Werk befördert.

Rund 150 Personen nutzten die Gelegenheit, das neue Förderband im Abbaugebiet Stoltenrain bei einem geführten Rundgang aus nächster Nähe zu besichtigen und mehr über den Kiesabbau in Staffelbach zu erfahren.

Rund 150 Personen nutzten die Gelegenheit, das neue Förderband im Abbaugebiet Stoltenrain bei einem geführten Rundgang aus nächster Nähe zu besichtigen und mehr über den Kiesabbau in Staffelbach zu erfahren.

Ein Blick auf einen Teil des neuen, 350 Meter langen Förderbands für den Kiesabbau am Stoltenrain in Staffelbach. Bilder: RAN

Ein Blick auf einen Teil des neuen, 350 Meter langen Förderbands für den Kiesabbau am Stoltenrain in Staffelbach. Bilder: RAN

Seit 1962 baut das Familienunternehmen Fischer in Staffelbach Kies ab. Zurzeit läuft im Abbaugebiet Stoltenrain die dritte Etappe. Rund 150 Personen folgten am Freitagabend der Einladung der Fischer Kies + Beton AG, um sich vor Ort ein Bild des neuen Förderbands zu machen. Bei einem geführten Rundgang konnten die Gäste den Weg des Kieses vom Abbaugebiet bis zur Aufbereitungsanlage verfolgen. Anschliessend wurde die Erweiterung bei einem Grillfest mit lüpfiger Musik gefeiert.

350 Meter neues Förderband

Seit rund zwei Wochen ist das neue, 350 Meter lange Förderband in Betrieb. Noch werde an einzelnen Einstellungen gearbeitet, sagt Firmeninhaber Beat Fischer. Mit der Erweiterung kann ein weiteres Abbaugebiet erschlossen und der Kies direkt über das Förderband zur bestehenden Anlage transportiert werden.

Die Arbeiten am neuen Förderband aus Schweizer Produktion hatten im Mai begonnen. Ende August war die Anlage so weit fertiggestellt, dass sie in Betrieb genommen und anschliessend feinjustiert werden konnte. Geschäftsführer Stefan Hächler spricht von einem Meilenstein für das Unternehmen. «Das abgebaute Kies kann nun wieder sehr effizient mit dem Förderband zur Aufbereitungsanlage geführt werden.» Dadurch lassen sich zusätzliche Lastwagenfahrten und damit auch Staub und Lärm reduzieren, ergänzt Fischer.

Heute bauen, für morgen planen

Im aktuellen Gebiet soll noch während rund zehn bis zwölf Jahren Kies abgebaut werden. Danach ist vorgesehen, den Abbau auf der anderen Strassenseite fortzusetzen. Obwohl dies noch Jahre entfernt ist, laufen die Planun-gen bereits. Nutzungsplan, Umweltverträglichkeitsbericht und spätere Abbaugesuche benötigen einen langen Vorlauf.

«Wenn man nicht frühzeitig wieder mit der Planung beginnt, dann dauert es schnell sieben Jahre, bis man wieder eine weitere Bewilligung hat», sagt Fischer. Zeitpläne seien deshalb unverzichtbar – auch wenn er mit einem Augenzwinkern ergänzt: «Ich hasse Zeitpläne, weil sie eigentlich nie stimmen.»

Für Stefan Hächler ist der Kiesabbau auch eine Frage der regionalen Versorgung. «Wir fördern hier im Suhrental bestes Material zutage. Es wäre sinnlos, wenn man all dieses Material aus dem Ausland holen würde.» Ist das Kies in einem Gebiet abgebaut, werden die beanspruchten Flächen wiederhergestellt und den Landwirten zur Bewirtschaftung zurückgegeben. «So schliesst sich der Kreislauf», sagt Hächler.

Platz für Tiere und Pflanzen

Zu diesem Kreislauf gehört auch der Naturschutz. Ein Teil der ökologischen Ausgleichsmassnahmen ist durch die Bewilligung vorgeschrieben. Gleichzeitig entstehen in Kiesgruben Pionierflächen, die Tieren und Pflanzen neue Lebensräume bieten können.

Naturschutz und Biodiversität sind Beat Fischer seit jeher ein wichtiges Anliegen, erklärt Hächler. Deshalb gehe das Unternehmen bei den ökologischen Ausgleichsflächen über die Vorgaben hinaus und werte etwa doppelt so viel Fläche ökologisch auf wie gefordert. «Wir wollen den Tieren und der Natur genügend Fläche zur Verfügung stellen, um sich zu entwickeln», sagt der Geschäftsführer abschliessend. RAN