Neujahrsapéro beginnt mit stillem Gedenken an die Brandopfer
Der traditionelle Neujahrsapéro im Sporthaus Höchacker ist für viele Safenwilerinnen und Safenwiler ein fester Termin. Dieses Jahr begann der Anlass jedoch ungewohnt ruhig. Gemeindeammann Daniel Zünd bat die Anwesenden, sich zu einer Schweigeminute zu erheben. Anlass war der tragische Brand in der Neujahrsnacht im Walliser Ferienort Crans-Montana, bei dem gemäss Polizeiangaben 40 Menschen in einer Bar ums Leben kamen. Rund 100 weitere wurden teils schwer verletzt. Nicht allen Teilnehmenden war das Ausmass der Katastrophe zu diesem Zeitpunkt bekannt.
Nach dem stillen Gedenken wandte sich Daniel Zünd den Themen der Gemeinde zu. In seiner Ansprache sprach er unter anderem über neue Werkzeuge, welche die Zukunft prägen werden. Damit meinte er die künstliche Intelligenz. «Die KI wird unsere Gesellschaft stark beeinflussen. Wichtig ist, dass wir uns mit der nötigen Umsicht damit auseinandersetzen», sagte der Gemeindeammann. Auch die Arbeit des Gemeinderats werde sich dadurch verändern. Die neu gewählten Gemeinderäte stehen vor diesem Wandel. Martin Schelshorn hat sein Amt bereits kurz nach der Wahl Ende September angetreten und konnte sich in sein Ressort einarbeiten. Für Andrin Hottiger und Jörg Werfeli beginnt diese Phase nun. Unter den Gästen waren viele ältere Dorfbewohnerinnen und -bewohner. Manche blickten zurück auf das vergangene Jahr, andere fragten sich, was das neue wohl bringen mag. Ein ehemaliger Postautofahrer zeigte sich gelassen. 36 Jahre lang war der gebürtige Safenwiler im Postauto unterwegs. Oft fuhr er an Feiertagen – weshalb er den Neujahrsapéro im Sporthaus Höchacker erst zum dritten Mal miterlebte.AWE





