Reto Tresch: «Leidenschaft und Herzblut sind Voraussetzungen»
Der Stadtrat Zofingen hat Reto Tresch zum neuen Leiter der Regionalpolizei Zofingen ernannt. Er übernimmt die Funktion per 1. Oktober und tritt damit die Nachfolge von Stefan Wettstein an, der per Ende September vorzeitig pensioniert wird.

Reto Tresch (53) bringt 26 Jahre Erfahrung im Bereich der lokalen Sicherheit und Ordnung mit. Den Polizeiberuf versteht er dabei nicht nur als Tätigkeit, sondern als Berufung: «Leidenschaft und Herzblut sind wichtige Voraussetzungen, um den Erwartungen aller Stakeholder gerecht zu werden», sagte er in einem Interview zum 25-Jahr-Jubiläum mit der Stadt Zofingen. Nach seiner Ausbildung als Polizist hat er sich laufend weitergebildet, insbesondere auch in Führungsthemen. Zudem war er viele Jahre als Prüfungsexperte an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch und als Chef-Instruktor im Bereich Persönliche Sicherheit (PSI) tätig.
2011 hat er innerhalb der Regionalpolizei Zofingen die Leitung des Polizeipostens Schöftland übernommen. 2018 folgte die Beförderung zum stellvertretenden Leiter der Regionalpolizei Zofingen. Diese ist zuständig für die Sicherheit der Bevölkerung in 22 Vertragsgemeinden.
Verantwortung für 22 Gemeinden
Dazu gehören aus dem «Landanzeiger»-Gebiet Bottenwil, Holziken, Kirchleerau, Kölliken, Moosleerau, Muhen, Reitnau, Safenwil, Schlossrued, Schmiedrued, Schöftland (mit Aussenposten), Staffelbach, Uerkheim und Wiliberg. Der Sitz der Hauptabteilungen ist in Zofingen. Zusammen decken alle 22 Gemeinden eine Fläche von rund 17’500 Hektar mit über 84’000 Einwohnern ab.
Ausgleich in der Freizeit
Neben seiner beruflichen Tätigkeit legt Tresch Wert auf Ausgleich. «Bei meiner Familie und der Arbeit im eigenen Garten kann ich mich von der Arbeitswelt sehr gut abgrenzen», sagte er im selben Interview. Als aktiver Freizeitsportler ist er zudem regelmässig beim Lauftraining, Rennvelofahren, Wandern, Bergsteigen und Skifahren anzutreffen.
«Erfreulicherweise haben sich über 20 Personen auf die öffentliche Ausschreibung der Stelle beworben. Dabei hat sich Reto Tresch klar durchgesetzt», sagt der zuständige Zofinger Stadtrat und Polizeivorsteher Peter Siegrist (parteilos). Von Beginn weg war der Führungsausschuss der Regionalpolizei, in welchen fünf Gemeindevertretungen Einsitz haben, in den Rekrutierungsprozess eingebunden. Am 29. April 2026 wurde Reto Tresch vom Stadtrat als neuer Leiter der Regionalpolizei Zofingen bestimmt. HZ/RAN