Schon wieder Punkte verschenkt

Erneut muss der FC Aarau einen Dämpfer in der Meisterschaft hinnehmen. Nach dem enttäuschenden 2:2 im Heimspiel gegen den FC Wil verspielen die Aarauer auch auswärts bei Stade Lausanne Ouchy Punkte nach anfänglicher Führung.

Auch Verteidiger Marco Thaler befindet sich beim FC Aarau nicht im Höhenflug.Bild: Sarah Rölli
Auch Verteidiger Marco Thaler befindet sich beim FC Aarau nicht im Höhenflug.Bild: Sarah Rölli

Man wähnt sich in einem Film, den man schon oft gesehen hat. Und jedes Mal hofft man, diesmal gäbe es ein Happy End. Doch auch in dieser Meisterschaft scheinen sich die Dinge zu wiederholen: Aarau startet gut, verspielt aber zusehends eine ausgezeichnete Ausgangslage. Oft resultierte trotzdem ein Sieg, doch seit einigen Runden scheint sich das Blatt zu wenden.

Konkret lag der FC Aarau in der Tabelle diese Saison schon sieben Punkte voraus. Inzwischen ist ein Rückstand auf Platz 1 entstanden. Drei Punkte Rückstand sind zwar nicht viel, aber die Art, wie Iacopettas Spieler jüngst die Punkte verlieren, gibt einigen Fans zu denken.

Denn sowohl gegen den FC Wil wie auch gegen Stade Lausanne Ouchy schoss der FC Aarau das 1:0 und sogar das 2:1. Doch gelang es ihm auch diesmal nicht, das Spiel weiterhin dominant zu gestalten und die Vorentscheidung zu finden. Es wirkt, als schalte der Aarauer Motor im Fall eines Vorsprungs zwei Gänge zurück. Das Spieldiktat dem Gegner überlassend, entstehen die Torchancen vor dem eigenen Tor. Ouchy wusste diese Chancen für einen 4:2-Sieg zu nutzen.

Morgen gehts nach Nyon

An diesem Freitag muss der FCA erneut in die Westschweiz zu einem erneut unangenehmen Gegner fahren. Der FC Stade Nyonnais musste sich zuletzt zwar auch geschlagen geben (0:1 in Yverdon), holte in den vier Spielen davor aber jeweils mit einem Unentschieden gegen Xamax, Carouge, Wil und Bellinzona vier Punkte in Folge. Ein Unentschieden ist das, was der FC Aarau aber gar nicht brauchen kann für ein mögliches Happy End.

Will er im Rennen um den Direktaufstieg weiter ein Wort mitreden, muss ein Auswärtssieg in Nyon her. Gelingt das nicht, wird es auch auf dem Barrage-Platz ungemütlich. Anpfiff im Centre sportif de Colovray am kommenden Freitag ist um 20.15 Uhr.RC