Schulneubau für 18 Millionen geplant
Mit dem Neubau «Ufm Känzeli» will Safenwil seine Schule für die nächsten 30 Jahre rüsten. Die Projektierung steht kurz vor dem Abschluss. An der Sommergmeind 2027 soll die Bevölkerung über einen Verpflichtungskredit von rund 18 Millionen Franken entscheiden.

Die Planungen für den Schulneubau «Ufm Känzeli» kommen voran. Das Vorprojekt, für das die Gemeindeversammlung 2024 einen Kredit von 2,5 Millionen Franken bewilligt hatte, ist abgeschlossen. Auch die anschliessende Projektphase befindet sich laut dem zuständigen Gemeinderat Jörg Werfeli in den letzten Zügen.
Als Nächstes soll der definitive Kos-tenvoranschlag vorliegen, danach folgt die Baueingabe. An der Sommergmeind 2027 will der Gemeinderat den Verpflichtungskredit von rund 18 Millionen Franken vorlegen. Gibt die Gemeindeversammlung grünes Licht, soll der Bau möglichst rasch beginnen.
Nötig ist der zusätzliche Platz unter anderem wegen des Wachstums der Gemeinde. Bereits heute sind die Platzverhältnisse an der Schule knapp. So wird laut Schulleiter Matthias Bär das Hauswirtschaftszimmer als Klassenzimmer genutzt, während der Instrumentalunterricht auf mehrere Schulhäuser verteilt ist.
Aula, Bibliothek und Tagesstrukturen
Der viergeschossige Neubau soll die drei bestehenden Schulhäuser entlasten. Im untersten Geschoss sind ein Foyer, eine gemeinsame Schul- und Gemeindebibliothek sowie eine zweigeschossige Aula mit öffentlichem Zugang vorgesehen. Darüber finden Tagesstrukturen, Musikschule, Administration und Schulleitung Platz. Im Obergeschoss entstehen unter anderem Werkräume sowie Aufenthalts- und Sitzungsräume für die Lehrpersonen.
Eine Änderung gegenüber dem Vorprojekt betrifft den Spycher, der heute auf dem Känzeli steht. Ursprünglich sollte dieser auf dem Dach des Neubaus platziert werden. Davon ist die Gemeinde inzwischen abgekommen. Der Spycher soll stattdessen an einem anderen Ort auf dem Schulgelände aufgestellt und weiterhin von Schülerinnen und Schülern als Aufenthaltsraum genutzt werden.
Auf eine aktive Kühlung des Neubaus wird aus Kostengründen verzichtet. Stattdessen setzt die Gemeinde auf Beschattung, geeignete Materialien und eine Bauweise, die eine gute nächtliche Auskühlung ermöglichen soll. Falls dies nicht genügt, könnte die Bodenheizung später so nachgerüstet werden, dass sie auch zur Kühlung dient.
Während der Bauzeit dürfte es vor allem beim Roten Platz zu Einschränkungen kommen. Der Zugang zur Mehrzweckhalle soll jedoch gewährleistet bleiben. Nach Abschluss der Arbeiten wird der heute sanierungsbedürftige Rote Platz erneuert – allerdings wird er wegen des Neubaus künftig etwas kleiner ausfallen.
Rafael Hüssy