So sehen die neuen Banknoten aus

Anfang der 2030er-Jahre kommt die zehnte Banknotenserie in Umlauf. Nun steht fest, wer sie gestalten darf: Die Emphase GmbH aus Lausanne und Bern gewinnt den Wettbewerb der Schweizerischen Nationalbank.

Der siegreiche Entwurf der neuen Schweizer Banknoten des Unternehmens Emphase.Bild: SNB
Der siegreiche Entwurf der neuen Schweizer Banknoten des Unternehmens Emphase.Bild: SNB

«Die Banknoten sind die Visitenkarte unseres Landes», sagte SNB-Präsident Martin Schlegel zum Auftakt des Projekts. Diese Visitenkarte soll künftig das Designbüro Emphase prägen. Der Entwurf von Fabienne Kilchör und Sébastien Fasel überzeugte im mehrstufigen Wettbewerb mit dem Thema «Die Schweiz und ihre Höhenlagen». Pflanzenmotive treffen dabei auf Sujets aus Architektur, Kultur, Verkehr und Landschaft.

Über 300 Gestalterinnen und Gestalter hatten sich beworben. Zwölf Konzepte kamen in die engere Auswahl, am Ende setzte sich Emphase gegen fünf weitere Finalisten durch. Auch die Bevölkerung war eingebunden: Mehr als 100'000 Personen beteiligten sich 2025 an einer öffentlichen Abstimmung.

Langer Weg bis zur Ausgabe

Bis die neuen Noten in Umlauf kommen, dauert es noch. Zunächst folgt eine ein- bis zweijährige Phase der grafischen Ausarbeitung, danach rund zwei Jahre technische Entwicklung. Das finale Design bestimmt der Bankrat. Frühestens Anfang der 2030er-Jahre sollen die Scheine erscheinen. Warum neue Noten, obwohl die aktuelle Serie erst 2016 bis 2019 eingeführt wurde? Banknoten haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen sicherheitstechnisch laufend erneuert werden. Die Konzeption ist aufwendig: An der heutigen Serie arbeitete die SNB elf Jahre.

Bargeld bleibt bedeutend

2024 waren durchschnittlich 514 Millionen Banknoten im Wert von 73,3 Milliarden Franken im Umlauf. Wertmässig dominiert die 1000-Franken-Note. Gedruckt werden die Scheine bei Orell Füssli in Zürich. Die Herstellungskosten einer Banknote betragen rund 40 Rappen.Pascal Michel/LA